Überraschung in der Handball-Landesliga: Hersfeld verliert gegen Alsfeld

Bad Hersfeld. Überraschung in der Handball-Landesliga Nord: Der TV Alsfeld hat am Samstagabend beim 26:25 (10:11)-Sieg zwei Punkte aus der Geistalhalle entführt und brachte dem TV Hersfeld die erste Niederlage nach zehn Spielen bei.

TVH-Coach Dragos Negovan bilanzierte enttäuscht: „Wir haben heute unser schlechtestes Spiel in dieser Saison gemacht. Wir haben keine Lösungen gefunden, hatten kein Tempo und keinen Spielfluss in unseren Aktionen. Ich hatte ja im Vorfeld gesagt, dass ich mir zwei gute Halbzeiten wünsche. Stattdessen haben wir heute zwei schlechte gespielt.“

Die Alsfelder, die stark ersatzgeschwächt angereist waren, konnten ihr Glück dagegen kaum fassen. Noch am Spielfeldrand wurden einige Jubelfotos geschossen – mit Siegerbierchen versteht sich. Auch Jan-Uwe Berz, der Hersfelder und Ex-Rotenburger in Alsfelds Diensten, war aus dem Häuschen. „Damit konnte man ja nun wirklich nicht rechnen“, sagte er etwas ungläubig. „Wir haben genau das gemacht, was der Trainer vorgegeben hat. Wir haben eine gute Abwehr gespielt, hatten einen guten Torwart und haben im Angriff geduldig auf unsere Chancen gewartet“, stellte Linkshänder Berz fest. Er trumpfte im rechten Rückraum groß auf, erzielte fünf Treffer und gehörte neben Torwart Malte Nelling, Spielertrainer Michael Stock (neun Treffer) und Daniel Czaja (7) zu den Besten beim TVA. Und doch hätte Berz zur tragischen Figur werden können, als er in der Schlussminute beim Stand von 26:25 aus Nahdistanz die Entscheidung verpasste, Weil aber Nelling auf der anderen Seite den letzten verzweifelten Wurf von Hersfelds Marco Kemmerzell entschärfte, jubelten am Ende die Gäste.

Klare Führung verspielt

Damit war eigentlich während der Partie nicht zu rechnen gewesen, denn der TVH setzte sich trotz stotternden Motors zunächst über 5:2 und 8:3 auf 10:5 ab, ehe Alsfeld bis zur Halbzeit auf 11:10 verkürzte. Nach der Pause aber blieb Alsfeld stets in Schlagdistanz und ließ den TVH nicht weiter als zwei Tore enteilen. Nach 49 Minuten gelang beim 21:21 der Ausgleich. Aus einem 21:23 machten Czaja (2), Stock und Berz dann bis zur 56. Minute eine 25:23-Führung. Und die reichte.

Hersfeld: Hüter, Kretz, Fohr - Köpke (3), Krause, Kemmerzell (6/4), Kromm, Koch (3), Hampe, Wiegel, Rohde (3), Mathiessen (4), A. Krause (6), Kehl

Alsfeld: Nelling, Kelbert - Harbusch (2), Koch (1), J.-U. Berz (5/3), May, Stock (9), Peppler (2), Cosic, Czaja (7), Vogelbacher, Böcher

SR: Frank/Steiß (Großen Buseck/Beuern) - Zuschauer: 300

Von Sascha Herrmann

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