Handball-Landesliga: Überraschung knapp verpasst

SHG liefert Alsfeld beim 27:28 großen Kampf

Hart umkämpft: Die Partie zwischen der SHG, rechts Pelle Schilke, und Alsfeld war spannend bis zur letzten Sekunde. Foto: Hofmeister

Grebenstein. Als Philipp Schröer zwei Sekunden vor dem Spielende hochstieg, aber mit seinem Wurf am Torhüter Mike Decher scheiterte, war das Spiel für den Handball-Landesligisten SHG Hofgeismar/Grebenstein gegen den TV Alsfeld mit 27:28 (14:11) verloren.

Während unmittelbar nach der Schlusssirene die Gäste lautstark ihren am Ende glücklichen Sieg bejubelten, holten sich die SHG-Spieler den Applaus von den Zuschauern ab.

Den hatten sie sich auch redlich verdient, denn auch ohne den verletzten Rückraumspieler Florian Lindemann und mit fast ausschließlich Spielern aus der zweiten Mannschaft auf der Ersatzbank hatten sie dem Tabellenzweiten und Mitfavoriten auf den Aufstieg ein Duell auf Augenhöhe geliefert. Am Ende fehlte nur eine Kleinigkeit zu einem wohl verdienten Punktgewinn. „Leider sind wir für unsere tolle Leistung am Ende nicht belohnt worden, aber besonders auch die jungen Spieler haben sich gegen diese Spitzenmannschaft großartig verkauft“, zeigte sich SHG-Co-Trainer Günter Fehling einerseits stolz auf seine Mannschaft, andererseits aber auch enttäuscht über die so knapp verpasste Überraschung.

In der vollbesetzten Grebensteiner Halle legten die Gastgeber gleich vier Tore durch zweimal Schröer sowie jeweils einmal Florian Fehling und Christopher Gerhold vor. Daraufhin nahm TV-Trainer Liviu Pavel bereits in der vierten Minute eine Auszeit.

Die SHG ließ sich danach aber auch nicht von den ersten beiden schnellen Treffern der Gäste beeindrucken. Gestützt auf eine sehr bewegliche Abwehr und einen erneut starken Torhüter Jann Müller erhöhten die Gastgeber sogar auf 9:3. Es war die Zeit von Linksaußen Gerhold, der vier der fünf Tore von Außen oder per Tempogegenstoß erzielte.

Alsfeld verkürzte danach auf 9:7, doch die Gastgeber legten weiter nach. Dabei konnten sich auch die jungen Spieler Pelle Schilke und Jan Erik Kleinschmidt in die Torschützenliste eintragen und zur Halbzeitführung von drei Toren beitragen.

Nach der Pause sorgten Gerhold und Simon Adam dafür, dass der Vorsprung von drei Toren bis zum 16:13 bestehen blieb. Nun bekam der Favorit Oberwasser, was neben dem überragenden Spielmacher Daniel Czaja am nun aufdrehenden linken Rückraumspieler Jochen Stradal lag. Mit drei Toren sorgte er für den erstmaligen Ausgleich zum 17:17. Es folgten fünf weitere Stradal-Tore zur ersten 21:20 und 22:21-Führung. Zehn Minuten vor dem Ende erhöhte Czaja auf 23:21. Wer jedoch gedacht hätte, dass der Favorit nun davonziehen würde, sah sich getäuscht. Stradal wurde durch Sebastian Frank und danach durch Schilke kurz gedeckt und Schröer mit vier Toren sowie einmal Gerhold drehten das Spiel wieder zu einer 26:25-Führung vier Minuten vor Schluss. Nach dem Ausgleich durch Czaja traf Benjamin Fehling per Siebenmeter zum 27:26, bevor Marc Imberger und Christoph Vogelbacher das Spiel drehten.

SHG: Müller (1.-50.), Brand (50.-60.) - Frank, B. Fehling (3/1), Helling, Gerhold (7), F. Fehling (2), Schröer (7), Adam (3), Schilke (2), M. Fehling (2), Kleinschmidt (1), Manß, Maiterth.

Alsfeld: Decher, Nelling, Krause - Ochs, Koch (2), Berz, Stradal (9), Heinrich, Stock (1), Imberger (6), Räther, Peppler (2/1), Czaja (7), Vogelbacher (1).

Zuschauer: 240.

Spielverlauf: 4:0 (4.), 4:2 (6.), 7:2 (10.), 9:3 (14.), 9:7 (18.), 12:7 (24.), 14:10 (30.), 16:14 (36.), 17:17 (39.), 20:18 (43.), 20:21 (47.), 21:23 (50.), 25:24 (55.), 27:26 (58.), 27:28 (60.).

Von Michael Wepler

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