Handball-Landesliga: Top-Favorit gewinnt Spitzenspiel in Bad Hersfeld 31:27

Vellmar nicht aufzuhalten

Im Freudentaumel: Vellmars Wirbelwind Lance Phil Stumbaum, der sechs Siebenmeter verwandelte und insgesamt zehnmal für seine Mannschaft traf. Foto:  Eyert

Bad Hersfeld. Das Topspiel der Handball-Landesliga hat mit dem TSV Vellmar einen verdienten Sieger gefunden. Der Oberliga-Absteiger aus Nordhessen wurde seiner Favoritenrolle vollauf gerecht und setzte sich in einer rassigen, bisweilen hektischen Partie bei Tabellenführer TV Hersfeld souverän 31:27 (17:10) durch.

Die 150 Gäste-Fans unter den 700 Zuschauern feierten ihre Mannschaft, die im famosen Torhüter Christian Gumula, den Rückraum-Riesen Benjamin Gunkel und Fabian Struif sowie dem wieselflinken Linksaußen Lance Phil Stumbaum ihre überragenden Kräfte hatte, in der Schlussphase mit „Auswärtssieg“-Sprechchören. Hersfeld, das bislang ein Spiel mehr absolviert hat als Vellmar, bleibt zunächst Tabellenführer.

Mit seiner bärenstarken offensiven 5:1-Deckung zog Vellmar den Gastgebern schnell den Zahn. Beim 10:7 markierte Gunkel bereits seinen fünften Treffer. Und als Struif per Tempogegenstoß auf 14:8 erhöht hatte und auf der Gegenseite Marco Kemmerzell einen Siebenmeter neben das Tor warf, waren die Fronten geklärt. „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren. Wir hatten uns mehr ausgerechnet und sind deshalb enttäuscht“, bilanzierte TVH-Coach Dragos Negovan. Mit der zweiten Halbzeit, als sich seine Mannschaft berappelte und Moral zeigte, durfte der Rumäne zufrieden sein. Die 6:0-Deckung funktionierte wesentlich besser als das 3:2:1 der ersten 30 Minuten. Auch Torwart Kai Hüter war jetzt wieder auf der Höhe.

Kemmerzell, der mit elf Treffern bester Werfer seiner Mannschaft war, der Halblinke Christian Rohde, der erst jetzt aufwachte, und Youngster Jonathan Kromm, der vier Siebenmeter eiskalt verwandelte, brachten Hersfeld Tor um Tor heran. Beim 24:27 (53. Minute) tobten Hersfelds Fans und hofften wieder – doch Vellmar schüttelte sich nur kurz und machte mit drei Treffern in Folge alles klar.

TSV-Coach Paul zufrieden

„Wir haben 45 Minuten super gedeckt und haben so den Grundstein zum Erfolg gelegt. Es war ein verdienter Sieg. Ich bin sehr zufrieden“, freute sich TSV-Trainer Andreas Paul. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass Vellmar in dieser Liga wohl das Maß aller Dinge ist – und sich der TVH für diese Niederlage nicht schämen muss. • TVH: Hüter, Fohr (18.-30.) - Köpke 1, Michael Krause 3, Kemmerzell 11/4, Kromm 5/4, Förtsch, Koch 1, Wiegel 1, Rohde 4, Matthiessen 1, Andreas Krause, Kehl, Hampe. Vellmar: Gumula, Becker - Struif 3, Gunkel 9, Stumbaum 10/6, Muth 2, Kress 2, Steiner 2, Petrovzski, Hesse 1, Winterhoff, Danny Körber 2, André Körber n.e., Brückmann. SR: Hoyer/Kopf - Z: 700 Siebenmeter: 10/8: 7:6 - Zeitstrafen: 14:22 Minuten Rote Karte: Steiner (58., Vellmar, dritte Zeitstrafe)

Von Sascha Herrmann

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