Handball-Landesliga: 26:26 in Hünfeld

TVH verliert ersten Punkt

Schön durchgesetzt: Christian Rohde erzielte fünf Treffer für den TVH. Foto: Wenzel

Hünfeld. Ausgerechnet im Derby beim Hünfelder SV riss die Serie: Erstmals in dieser Saison musste Handball-Landesligist TV Hersfeld beim 26:26 (11:13)-Remis einen Punktverlust hinnehmen.

Zum Schluss fehlte den Gästen vor 350 Zuschauern in der Hünfelder Kreissporthalle in einer stark vom Kampf geprägten Partie die Cleverness. Mit zwei Toren lagen sie in der 58. Minute nach einem Treffer von Kreisläufer Michael Krause in Front. Sie schafften es aber nicht, diesen Vorsprung über die Zeit zu retten.

Nachdem Hersfelds Jonathan Kromm in der Schlussminute aus guter Wurfposition am Pfosten gescheitert war, nahm der TVH eine Auszeit. Doch es gelang nicht, den letzten Angriff ruhig und konsequent zu Ende zu spielen. Ein Hünfelder sprintete in ein Abspiel, und Felix Kircher schloss den Konter eine Sekunde vor dem Abpfiff zum 26:26-Endstand ab. Mehr Pech geht kaum aus Sicht der Gäste.

Die Reaktionen: Während die Hünfelder Mannschaft den Punkterfolg zusammen mit ihren Fans im ersten Block mit Fahnen und Konfetti feierte, wich den TVH-Spielern die erste Enttäuschung schnell aus dem Gesicht. Kai Hüter fand als Erster wieder Worte: „Dafür, dass wir im Prinzip ohne echten Rückraum gespielt haben, haben wir unsere Aufgaben im Angriff in der ersten Hälfte sehr gut gelöst.“

Hersfelds gewohnt starker Torhüter – er brachte den Gegner an den Rande der Verzweiflung – meinte damit in erster Linie das Fehlen des grippekranken Andreas Krause sowie des diesmal beruflich verhinderten Lars Matthiessen.

Der Spielverlauf: Obwohl die beiden Rückraumspieler an allen Ecken und Enden fehlten, lag der TVH in der ersten Hälfte schnell mit vier Toren in Führung (7:3). Großen Anteil daran hatten nicht nur Christian Rohde, der nach einer vierwöchigen Sperre wieder spielen durfte, sondern auch Peter Köpke, der sich aus dem Rückraum oft an den Kreis durchtankte und mit insgesamt sechs Toren glänzte.

Als Hünfeld jedoch schnell auf eine offensive Deckung mit Sonderbewachung für Kemmerzell, Rohde und auch Köpke umschaltete, schmolz der Vorsprung schnell dahin. Weil gute Chancen, darunter auch zwei Siebenmeter, die Hünfelds Keeper Christian Krätzig parierte, vergeben wurde, stand es 8:8 (20.).

Die Aufreger: Bis zur Pause durften sich die Hersfelder auch durch die Schiri benachteiligt fühlten. Allein sechsmal mussten Gästespieler bis zum Seitenwechsel auf die Bank. Das brachte den TVH zunächst aber kaum aus dem Rhythmus, denn nun trafen Marc Fötsch und Kromm bei Siebenmetern. Ausgeglichen ging es in Hälfte zwei weiter.

Als Sven Wiegel den TVH wieder mit zwei Tempogegenstoß-Toren in Front brachte, schien sich die Waage zu- gunsten des TVH zu neigen – typischer Fall von denkste! Denn in der Schlussminute ließ für einen Moment die Konzentration zum Vorteil der Hünfelder nach, die zuvor auch schon beste Chancen ausgelassen hatten. Für ihren Trainer Dominik Jäger stand jedenfalls unter dem Strich fest: „Wir haben heute einen glücklichen Punkt geholt – ganz klar.“

Hünfelder SV: Krätzig, Masche - Sauer (8/7), Hinckel (2), Jahn, Schott (1), Houston, Müller, Hyseni (4), Dörge (1), Abel (2), L. Rehberg, Unglaube (4), Kircher (4)

TV Hersfeld: Hüter, Fohr, Kretz - Köpke (6/1), M. Krause 3, Kemmerzell 2, Kromm 3/3, Förtsch 2, Koch 1, Hampe, Wiegel 4, Rohde 5

SR: Lebhenz/Markert (Heusenstamm/Seligenstadt); Z: 350; Zeitstrafen: 6:14; Rote Karte: Kemmerzell (TVH/59., 3. Zeitstrafe)

Von Hartmut Wenzel

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