Landesliga-Hit: Die Vorentscheidung naht

MT Melsungen II ohne Damm und Avram beim TV Hersfeld

Melsungen. Vorhang auf zum Topspiel der Handball-Landesliga. Wenn Tabellenführer MT Melsungen II beim Zweiten TV Hersfeld antritt (Sa., 18.30 Uhr, Geistalhalle Hersfeld), könnte bereits eine Vorentscheidung im Titelkampf fallen.

1. Die Bilanz: Spricht noch für die Bartenwetzer. Das Hinspiel gewannen Eugen Gisbrecht und Co. mit 33:29 (19:11). Allerdings sind die Hersfelder äußerst heimstark, was die Melsunger in der Aufstiegssaison 2014/15 zu spüren bekamen. Damals unterlag die MT II in der Festspielstadt 40:31, gewann das Rückspiel aber mit 36:26. „Mit der Kulisse müssen wir klar kommen. So etwas hat man in der Liga nur selten“, sagt MT-Coach Georgi Sviridenko.

2. Die Form: Die Sviridenko-Sieben ist noch ungeschlagen, musste erst zwei Unentschieden (gegen Großenlüder/Hainzell und Baunatal) hinnehmen und hat zuletzt elf Partien in Folge gewonnen. Allerdings taten sich die Fuldataler in den vergangenen Partien mitunter schwer. Gegen Dittershausen sorgte erst Max Pregler in der Schlussphase für die Entscheidung. „Wir verfallen oft noch in alte Muster und machen das Spiel zu langsam“, erklärt der MT-Trainer.

Hersfeld hingegen unterlag bisher Baunatal und der MT, ließ aber überraschend beim 22:22 in Ost-Mosheim einen Punkt liegen.

3. Das Personal: Christian Damm wird den Bartenwetzern weiterhin fehlen, allerdings steht auch ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Linkshänder Vlad Avram, der an Rückenproblemen laboriert. Dafür setzt Sviridenko auf die beiden A-Jugendlichen Tomas Piroch und Jona Gruber. „Sie tun uns gut und bringen Frische ins Spiel“, sagt der Olympiasieger von 1988. Die Gastgeber können auf ihre Bestbesetzung zurückgreifen.

4. Die Taktik: „Hersfeld hat eine sehr kompakte Abwehr im Verbund mit einem starken Torhüter“, warnt MT-Coach Sviridenko. Vor allem der Mittelblock um Michael und Andreas Krause sowie Top-Talent Fynn Reinhardt, der nach der Saison zu Drittligist Eintracht Baunatal wechselt, wird es dem Melsunger Rückraum schwer machen. Dahinter steht mit Kai Hüter einer der besten Torhüter der Klasse. Der Tabellenführer setzt auf Pregler, Gisbrecht und die beiden A-Jugendlichen Gruber und Piroch. „Wir sind im Rückraum sehr vielseitig“, sagt Sviridenko.

Bei den Gästen ist in der Offensive vor allem auf Regisseur Marco Kemmerzell zu achten. Der 37-Jährige wird seine Laufbahn beim TVH nach der Saison beenden.

5. Die Perspektive: Bei einem Sieg der Hersfelder wird es in der Liga noch einmal spannend. Denn dann wäre die Negovan-Sieben bis auf einen Punkt an die Bartenwetzer herangerückt, die sich somit in den verbleibenden fünf Partien keinen Ausrutscher mehr erlauben dürften. Behält die MT beim TVH allerdings die Oberhand, würde der Vorsprung auf den Tabellenzweiten schon fünf Punkte betragen, was angesichts des Restprogramms (Großenlüder, Eschwege, Körle, Hofgeismar, Fuldatal) einer Vorentscheidung gleich käme. Für beide Trainer ist es das vorerst letzte Aufeinandertreffen. Auf MT-Coach Georgi Sviridenko wird Arjen Haenen folgen, während bei den Gastgebern Dragos Negovan nach vier Jahren aus privaten Gründen eine Pause einlegt. Als aussichtsreicher Kandidat auf die Nachfolge gilt Großenlüders Coach Matthias Deppe. 

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