Landesliga: Launische Offensive von Hofgeismar/Grebenstein macht Spiel gegen Eschwege spannend

Wichtige Punkte für die SHG

Durchgesetzt: Jan Erik Kleinschmidt sorgte im SHG-Angriff meist für Gefahr. Foto: Rieß

Hofgeismar. Mit einem mühsamen 29:23 (13:10)-Heimsieg über den TSV Eschwege entledigte sich die SHG Hofgeismar/Grebenstein vorerst aller Abstiegssorgen in der Handball-Landesliga. Sie steht nach zwölf Spielen mit ausgeglichenem Punkteverhältnis auf Platz sieben.

„Uns fehlt die Konstanz, das Potenzial ist da“

SHG-Trainer Stefan bÖTTCHER

„Wichtig waren die zwei Punkte“ sagte SHG-Trainer Stefan Böttcher nach einer Partie, in der die SHG zwei total verschiedene Gesichter zeigte. In der Abwehr stand sie meist stabil, doch in der Offensive wechselte hopp und top in beiden Halbzeiten stets. „Uns fehlt die Konstanz, das Potenzial ist da“, analysierte Böttcher die 60 Minuten.

Begonnen hatte die SHG gegen den als Tabellennachbarn angereisten TSV Eschwege souverän. Eine schnelle Zwei-Tore-Führung sollte für Beruhigung sorgen. Als sie nach 20 Minuten gar mit 10:4 in Front lag, schien es ein gemütlicher zweiter Adventsabend zu werden. Doch aus unerklärlichen Gründen riss dann der Faden im Spiel der SHG. Die Zuspiele wurden ungenauer, die Fangsicherheit nahm ab. Der Gast kam binnen sieben Minuten auf 9:11 heran. Nur Torwart Jann Müller und dem Pfosten waren es zu verdanken, dass die Führung hielt.

Bei 13:10 ging es in die Pause. Und nach Wiederanpfiff bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild wie in der ersten Halbzeit: Die SHG zog wieder davon. Sieben Tore betrug der Vorsprung Mitte der zweiten Halbzeit. Doch beim 19:12 legte die Offensive eine Pause ein. Ob Philip Schröer, Florian Lindemann (der dann auch noch die rote Karte bekam), Christopher Gerhold oder Florian Fehling – die sich bietenden Chancen wurden leichtfertig vergeben. „Im Abschluss fehlt halt das Glück oder auch die Konsequenz“, urteilte Trainer Böttcher.

Nur auf die Abwehr war auch in dieser Phase Verlass. Müller, der insgesamt drei Siebenmeter hielt, sorgte dafür, dass die SHG die Führung nie abgegeben musste.

Nach fünf Minuten ohne SHG-Tor brach Florian Fehling dann in der 54. Minute den Bann mit seinem einzigen Treffer in dieser Partie. Es schien ein Weckruf für seine Teamkollegen gewesen zu sein, denn in der Schlussphase baute die SHG die Führung dann wieder auf vier Tore aus und feierte am Ende erleichtert einen 29:25-Sieg, der angesichts der nicht überzeugenden Gäste auch verdient war.

SHG: Müller (Tor), Hüther (1), Helling, Gerhold (6/2), F. Fehling (1), Maiterth (2), Schilke (3), Schröer (2), Kramski (3/1), Kurban (3), Lindemann (1), Wicke, B. Fehling, Kleinschmidt (7).

Eschwege: Brici, Jakob (Tor), Spannknebel (1), Wagner (1), Poek (2), Vladut (5), Meyer, Gebhardt (1), Guthardt (3/1), Haaß (4), Findeisen (6/1), Vaupel (2).

Spielverlauf: 2:0 (2), 4:2 (9.), 8:3 (17.), 10:4 (20.), 11:9 (28.), 13:10 (Halbzeit), 19:12 (39.), 22:17 (57.) 22:20 (49.), 25:22 (57.), 28:24 (59.), 29:25 (Endstand)

Von Michael Rieß

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