Fünf Gründe, warum der TSV Vellmar in der Landesliga so souverän spielt

Ziehen an einem Strang

Sicherer Rückhalt: Auf die beiden Torhüter Niklas Becker und Christian Gumula ist beim TSV Vellmar Verlass. Foto: Schachtschneider

VELLMAR. In der letzten Saison als Vorletzter der Oberliga abgestiegen, liegen die Handballer des TSV Vellmar nach vier Spieltagen an der Spitze der Landesliga. Mit einer Tordifferenz von 150:95. Mehr Tore (37,5 pro Spiel) hat keine Mannschaft bisher geworfen, mit 91 Gegentoren war nur der TV Hersfeld in der Abwehr besser. Fünf Gründe, warum die Mannschaft von Trainer Andreas Paul in dieser Saison so stark ist.

1.Die Verstärkungen: Die Vellmarer haben sich für ihre Verhältnisse optimal verstärkt. Seit Ende der letzten Saison ist Fabian Struif schon dabei, mit Benny Gunkel und Jannik Steiner kehrten bewährte Kräfte zurück. Christoph Muth aus der „Zweiten“ half schon zum Ende der letzten Saison aus. Wirklich neu sind nur Florian Heß und Steve Winterhoff Alle haben eins gemeinsam, sie passen sportlich und menschlich absolut ins Team.

2.Die Mannschaft: Gab es in der letzten Saison noch gewisse Grüppchenbildungen in der Mannschaft, so zieht man diesmal gemeinsam an einem Strang. Das Wort vom „Ergänzungsspieler“ trifft auf die Akteure, die auf der Bank sitzen nicht mehr zu. Wird gewechselt, gibt es keinen Bruch im Spiel. Zum sportlichen Teil kommt, dass es auch neben dem Spielfeld stimmt. Trainer Andreas Paul: „Jeder im Team hat seine Aufgabe, vom Sprudelschleppen bis zum Transport von Spielgerät und Trikots. Ausnahmen gibt es nicht, das schweißt zusammen.“

3.Die Abwehr: Der TSV Vellmar hat in der Deckung das, wovon andere Teams träumen: Einen Mittelblock mit zwei großen Spielern, Struif und Gunkel. Dazu ist 6:0-Deckung insgesamt effektiver geworden. Neben dem starken Mittelblock können die „Halben“ offensiv agieren und so die Angriffe des Gegners früh stören. Dazu kommen mit Christian Gumula und Niklas Becker zwei ausgezeichnete Torhüter.

4.Der Angriff: Vellmar ist vorn variabler geworden, und so schwerer auszurechnen. Werden Gunkel und Struif, wie zuletzt, kurz gedeckt, springen andere Spieler in die Bresche und werfen die Tore. Zuletzt waren das Florian Heß und Danny Körber.

5.Der Trainer: Mit Andreas Paul, der die Mannschaft im Februar nach der Ablösung von Gunnar Kliesch übernahm, hat der TSV einen Coach, der aus dem Verein kommt. Seit 2006 ist der frühere Torwart, der bis Ende der Saison 2013/14 gespielt hat, in Vellmar. „Paule“ lebt Handball und hat den guten Überblick, den er als Torwart im Spiel hatte mit auf die Bank genommen. Er hat es auch geschafft, aus der Mannschaft wieder eine Mannschaft zu machen.

Von Peter Fritschler

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