SVH Kassel und Vellmar gehören zu den Top-Mannschaften in der Landesliga der Männer

Zwei Kandidaten für den Aufstieg

Leistungsträger im Vellmarer Team: TSV-Hüne Fabian Struif (links, hier gegen Gensungen/Felsbergs Verteidiger Max Pregler) gehört zum Mittelblock der Abwehrreihe. Archivfoto: Fischer

Kassel/Vellmar. Den direkten Wiederaufstieg in die Handball-Oberliga geben die SVH Kassel und der TSV Vellmar zumindest offiziell nicht als Ziel vor. „Oben mitspielen“ wollen die beiden Absteiger in der neuen Saison der Männer-Landesliga aber schon. Und vielleicht geht am Ende doch mehr.

SVH KASSEL

Die SVH visiert Platz fünf an. Davor werden nach Einschätzung von Iljo Duketis Vellmar, Korbach, Baunatal und Bad Hersfeld landen. „Es wäre utopisch, den direkten Wiederaufstieg in Angriff zu nehmen“, sagt der Harleshäuser Trainer.

Duketis will dann in der Folgesaison eine Top-Platzierung anpeilen, um in der Spielzeit 2017/18 möglicherweise wieder um den Oberliga-Aufstieg spielen zu können. „Die Mannschaft hat Potenzial, braucht aber Zeit zur Entwicklung.“ Der SVH-Trainer will aufgrund guter Beinarbeit seiner Truppe vorrangig auf eine 3:2:1-Deckung setzen, aus der Tempogegenstöße gefahren werden sollen.

Außer Routinier Milan Cermák (32) haben die Kasseler viele 18 bis 20 Jahre alte Spieler in ihren Reihen. Mit der Vorbereitung sind die Harleshäuser rundum zufrieden – sie blieben verletzungsfrei. „Wir sind in der körperlichen Verfassung, um auch kämpferisch dagegenzuhalten“, erklärt Duketis. „Viele Partien gewinnt nicht unbedingt das spielerisch bessere Team, sondern die Mannschaft mit dem größeren Kampfgeist.“

TSV VELLMAR

„Die Mannschaft ist stärker besetzt als letztes Jahr in der Oberliga.“ Vellmars Trainer Andreas Paul ist überzeugt davon, dass bei seiner Mannschaft nach dem Abstieg ein „personell guter Schnitt“ gelungen ist. Mit sechs Neuen, die den Weggang von acht Spielern kompensieren sollen, wollen die Vellmarer mit den Hünen Fabian Struif und Benjamin Gunkel oben ein Wörtchen mitreden.

„Um aufzusteigen, muss man von Verletzungen verschont bleiben und benötigt auch etwas Glück“, erklärt Paul. „Der Aufstieg ist nicht planbar.“ Wobei der TSV-Trainer auch klar macht: „Der Verein gehört vom Aufwand, der getrieben wird, in die Oberliga.“ Faustpfand dabei könnte der Zusammenhalt sein – unter den Neuzugängen sind viele Rückkehrer.

Viele kleine Verletzungen ließen allerdings in der Vorbereitung oft nur individuelles Training zu. Zudem riss sich vor zwei Wochen Robin Kiebach das Kreuzband und fällt lange aus. „Die ersten Spiele gegen Alsfeld, die SVH und Hünfeld werden entscheidend sein, wie die Saison laufen wird“, sagt Paul. Taktisch will der TSV auf eine defensivere 6:0-Deckung setzen. „Über unsere zwei Meter großen Mittelblocker und unsere 1,90 Meter großen Halben müssen die Gegner erst einmal drüber werfen“, begründet Vellmars Trainer, der wie seine Truppe den Saisonstart herbeisehnt. „Die Jungs brennen auf das erste Spiel.“

Von Sebastian A. Reichert

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