Oberliga: Fuhrig-Team war im Derby platt

22:29 - Böddiger beißt sich die Zähne aus

Christin Schene

Kassel. Nur in der Anfangsphase des Derbys bei der HSG Zwehren wurden die Oberliga-Handballerinnen des TSV Eintracht Böddiger ansatzweise ihrer Favoritenrolle gerecht. Am Ende stand eine 22:29 (10:15)-Pleite für die Mannschaft von Trainer Mike Fuhrig. Damit ist der Aufstiegszug wohl abgefahren.

„Ich hatte nur drei Rückraumspielerinnen zur Verfügung, weil Anne Kühlborn beruflich verhindert war. Die Mannschaft ist einfach platt“, so Fuhrig. Schon die ersten Minuten verliefen nahezu beispielhaft für den weiteren Verlauf. Ehe die Gäste zum ersten mal trafen, hatte Zwehrens starke Torhüterin Katja Zeller bereits drei Bälle entschärft.

Nach konfusen Minuten beider Rivalen fingen sich die Gastgeberinnen. Immer besser stand ihre Deckung und schon Mitte der ersten Halbzeit kam die HSG zu leichten Gegenstoßtoren. Dazu gelang es ihr mehrfach, Alina Küster am Kreis freizuspielen, die sicher abschloss.

Böddiger biss sich im Angriff zunehmend die Zähne aus. Meist gelang es lediglich Christin Schene, für Torgefahr zu sorgen. Doch je länger die Partie andauerte, desto häufiger scheiterte auch sie am Zwehrener Abwehrbollwerk.

So lief bei der Eintracht wenig zusammen. Auch Katja Frommann im Tor hatte nicht ihren besten Tag erwischt und musste ihren Platz bereits vor dem Wechsel für Janina Köhler räumen.

Nach der Pause kamen die Gäste etwas ins Rollen. Sie verkürzten auf 14:16 (37.) hatten wenig später die Chance zur Wende. Als sie 15:18 hinten lagen, standen sie in dreifacher Überzahl auf dem Feld. Doch Zeller parierte gegen Anne Hildebrandt - und Kathrin Hoppe gelang das 19:15. Die Moral des TSV war gebrochen, die Gegenwehr erlahmte. Zudem ließ Zwehren nie locker, blieb hochkonzentriert und behielt seine bissige, zupackende Spielweise bis zum Schluss bei. • Böddiger: Frommann, Köhler (ab 27.) - Benda, Pioro, A. Hildebrandt, Wagner 2, Hasper 2, Schene 10/4, Duknauskaite 5, L. Hildebrandt 3. Foto: Hahn/nh

Von Wolfgang Bauscher

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