Baunatal und Lohfelden/Vollmarshausen steigen ab

Abstiegskrimi in Landesliga: Tuspo Waldau hält die Klasse

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Überglücklich: Die Handballerinnen des Tuspo Waldau sicherten sich am letzten Spieltag den Klassenerhalt. Entsprechend groß war die Freude nach dem Sieg gegen Körle/Guxhagen.

Kassel. Freud und Leid liegen bekanntermaßen nah beieinander. Im Sport sowieso. Erst am letzten Spieltag der Handball-Landesliga der Frauen fiel die Entscheidung im Abstiegskampf.

Der Tuspo Waldau schaffte den Klassenerhalt. Die HSG Lohfelden/Vollmarshausen und Eintracht Baunatal stiegen ab. Ein Überblick der Geschehnisse:

Tuspo Waldau

Da Baunatal in Wollrode verlor und Lohfelden/Vollmarshausen kurz zuvor in Vellmar gewann, war die Ausgangslage für den Tuspo vor dem letzten Saisonspiel klar: Ein Sieg der Waldauerinnen gegen die FSG Körle/Guxhagen reicht zum Klassenerhalt. Entsprechend motiviert gingen die Schützlinge von Trainer Holger Kraushaar zu Werke. Und am Ende kannte die Freude vor heimischem Publikum keine Grenzen mehr. Mit 24:21 setzte sich Waldau durch – es war geschafft. Dabei schien schon vor Wochen der Abstieg des Aufsteigers besiegelt.

„Als es darauf ankam, waren wir da“, sagte Coach Kraushaar, der auch in der kommenden Spielzeit an der Seitenlinie stehen wird. Zusammen mit den Tuspo-Anhängern feierte die Mannschaft ausgelassen den Ligaverbleib. Da rückte der eher düftige Saisonverlauf in den Hintergrund.

Lohfelden/Vollmarshausen

Für HSG-Trainerin Nicole Faller war nach dem Waldauer Sieg und dem damit besiegelten Abstieg klar, „dass wir die Punkte, die uns zum Schluss gefehlt haben, schon viel früher hätten holen müssen.“

Dabei lebte die Hoffnung auf den Klassenerhalt nach dem überraschenden 30:22-Sieg beim TSV Vellmar mehr denn je – zumindest für ein paar Stunden. Faler bedauerte, dass nicht wie früher an den beiden letzten Spieltagen einer Liga alle Spiele zur gleichen Zeit ausgetragen würden. „So kannte Waldau unser Ergebnis und musste nur nachlegen“, sagte Faller.

Simone Fegert, Klassenleiterin der Landesliga, klärt dazu auf: „Das ist so nicht mehr geregelt. Und das liegt daran, dass wir nicht genug Schiedsrichter haben, um das leisten zu können.“

Eintracht Baunatal

„Die Mannschaft war dem enormen Druck einfach nicht gewachsen“, erklärte Baunatals Trainerin Susanne Bachmann. Ein Unentschieden hätte der Eintracht für den sicheren Klassenerhalt gereicht.

Nach der deutlichen 20:34-Niederlage in Wollrode allerdings ging bei den Großenritterinnen das Hoffen und Bangen los. Letztlich machten beide Konkurrenten ihre Hausaufgaben – damit landete Baunatal sogar noch auf dem letzten Tabellenplatz. Wobei das junge Bachmann-Team noch mit der besten Ausgangslage ins letzte Saisonspiel ging.

„Die fehlenden Punkte hätten wir in anderen Spielen holen müssen“, haderte die Trainerin. Die Enttäuschung war groß, der Blick richtet sich aber schon wieder nach vorn. Der direkte Wiederaufstieg ist das Ziel.

Die Tabelle in der Landesliga Nord

Von Peter Fritschler und Raphael Wieloch

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