Landesliga-Derby: Saison für Wiebke Hungerland nach Schulterverletzung beendet

Abwehrreihen im Fokus

Kaum zu halten: Auf Svenja Lachnit (am Ball) Torjägerqualitäten hoffen die Blau-Weißen auch im Derby. Foto: Hahn/nh

Guxhagen. Derbyzeit in der Handball-Landesliga der Frauen. Am Samstag (16 Uhr) empfängt der TSV Wollrode die FSG Körle/Guxhagen in der Kreissporthalle Guxhagen, die beiden Teams als Heimspielstätte dient. Die Gastgeber liegen als Tabellensiebter vor den achtplatzierten Guxhagenerinnen. Allerdings hat der TSV mit 16:12 Punkten einen komfortablen Vorsprung auf die FSG die erst zehn Zähler einfahren konnte.

1.Die Bilanz: Das Hinspiel war eine klare Sache. Der Aufsteiger triumphierte mit 28:16 deutlich über das neuformierte Team von Trainer Hinnerk Hrdina. In den Jahren davor waren die Rollen allerdingsklar anders verteilt. Während die FSG meist im oberen Tabellendrittel vorzufinden war, fand sich Wollrode im Abstiegskampf wieder und musste 2016 den Gang in die Bezirksoberliga antreten.

2.Die Form: Nach einer bärenstarken Hinrunde mit sieben Siegen zeigten die Blau-Weißen Leistungsschwankungen. Zuletzt gab es eine 18:22-Niederlage bei der HSG Wesertal. Das hochgehandelte Körle startete hingegen sehr holprig in die Saison und verschaffte sich erst mit drei Erfolgen vor der Winterpause etwas Luft im Abstiegskampf. Im neuen Jahr konnte das Hrdina-Team trotz guter Leistungen allerdings noch kein Spiel gewinnen.

3.Das Personal: Körles Wiebke Hungerland fällt mit einer ausgekugelten Schulter lange Zeit aus. Die Nachwuchsspielerinnen Lena König und Rieke Hrdina stehen wegen eines A-Jugend- Spiels nicht zur Verfügung. Zudem sind Katharina Pape und Nathalia Lohrbach angeschlagen. Dennoch sieht Hrdina sein Team auf Augenhöhe: „Wir haben genug Qualität im Kader um das Spiel trotzdem zu gewinnen.“

Auf Wollröder Seite sieht es da deutlich besser aus. Zuletzt kehrte mit Bianka Bartalos die etatmäßige Kreisläuferin in den Kader zurück. Rückraumspielerin Janina Friedrich ist angeschlagen (Schulter), ansonsten kann Trainerin Margret Schmidt aus den Vollen schöpfen.

4.Die Taktik: „Wir brauchen einfach eine kompaktere Defensivleistung als zuletzt,“ erklärte FSG-Coach Hrdina und warnt vor dem TSV-Rückraum um Svenja Lachnit (92 Tore) und Lena Ludwig (44). Außerdem fordert der Körler Übungsleiter mehr Kaltschnäuzigkeit von seinen Spielerinnen: „Wir spielen gute Angriffe, aber belohnen uns einfach nicht.“

Für Schmidt liegt der Fokus ebenfalls auf der Abwehr: „Körle hat mit Katja Schade und Sabrina Weiß sehr gute Einzelspielerinnen, die müssen wir unter Kontrolle bekommen.“

5.Die Perspektive: „Wir müssen endlich anfangen zu punkten “, sagt Hrdina. Ansonsten würde die FSG tiefer in den Abstiegskampf rutschen. Wollrode hingegen liegt fast sicher im Mittelfeld. Dennoch ist der Ausgang der Partie vollkommen offen. Wenn Körle im Angriff seine Abschlussschwäche ablegt, dürfte das Hrdina-Team gute Chancen auf eine Revanche für die bittere Hinspielpleite haben. (mm)

Von Moritz Minhöfer

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