Frauenhandball: Landesligist Hoof/S./W. führt bis kurz vor Schluss und verliert 23:25

Ärger über die Schiedsrichter

Am Wurf gehindert: Hanna von Dalwig verhindert hier, dass Fritzlars Charline Maier zum Torerfolg kommt. Rechts Lisa Keim von der HSG Hoof/Sand Wolfhagen. Foto: Hahn

Fritzlar. Mit einer unglücklichen 23:25 (16:10)-Niederlage im Derby beim SV Germania Fritzlar II verabschiedet sich der Frauenhandball-Landesligist HSG Hoof/Sand/Wolfhagen in die Weihnachtspause. Dennoch konnte die HSG ihren zweiten Tabellenplatz halten, verlor aber weiter an Boden gegenüber dem Ersten Vellmar.

Für die Niederlage machte HSG-Co-Trainer Bernd Oberbeck vor allem die Schiedsrichter verantwortlich: „Wir waren spielerisch die bessere Mannschaft. Leider haben die Unparteiischen harte Fouls der Gastgeberinnen gar nicht oder nur mit Freiwurf geahndet, während bei uns sehr kleinlich gepfiffen wurde.“

Durch eine hervorragend aufgelegte Torhüterin Malgorzata Rodziewicz, die viele Bälle aus der Nahdistanz und Siebenmeter entschärfte, gingen die Gäste gleich mit 3:0 in Führung. Fritzlars Trainerin Viktoria Marquardt berief daher schon in der dritten Minute eine Auszeit ein. Danach glichen die Gastgeberinnen zwar zum 3:3 aus, doch die Gäste ließen sich davon nicht beeindrucken. Sie waren meistens einen Schritt schneller und setzten sich wieder auf 8:4 ab. Nach dem zwischenzeitlichen 11:8 zog die HSG bis zur Pause auf sechs Tore davon.

In der zweiten Halbzeit schmolz der Vorsprung der Gäste aber schnell dahin. So gelang den Gastgeberinnen in der 47. Minute der Ausgleich zum 20:20. „Unsere Spielerinnen sind zunehmend unsicher geworden, weil viele Attacken gegen uns nicht geahndet wurden“, sah Oberbeck die seiner Meinung nach zu einseitige Spielleitung als Ursache, das das Spiel nach der Pause zu Gunsten der Gastgeberinnen kippte.

Doppelte Unterzahl

Richtig bitter wurde es für die Gäste kurz vor Schluss beim Stand von 23:23. Als in der 58. Minute Rodziewicz eine Siebenmeterentscheidung mit einem Lachen kommentierte, erhielt sie eine Zeitstrafe. Da auch noch die zweite Torhüterin Laura Clobes wegen eines Wechselfehlers zwei Minuten erhielt, ging Sinje Bauch ins Tor, die aber die erstmalige Fritzlarer Führung nicht verhindern konnte. In zweifacher Überzahl machten die Gastgeberinnen wenig später mit einem Treffer von Linksaußen zum 25:23-Endstand alles klar.

Hoof/Sand/Wolfhagen: Rodziewicz, Clobes - Ludwig (2), L. Lubach (3), H. v. Dalwig (1), Willer (5), Engelbrecht (1), Larbig (2), Neurath (5/2), Ritter, Haupt (2), Keim (1), Bauch (1).

Spielverlauf: 0:3 (3.), 3:3, 4:8, 8:11, 10:16 (30.), 17:19 (42.), 20:20 (47.), 23:23 (56.), 25:23 (59.). (zmw)

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