Frauenhandball: Angeschlagen gegen den Neuling

Landesliga-Spitzenreiter Hoof/Sand/Wolfhagen muss gegen Wollrode ran

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Einsatz fraglich: Anna-Lena Schmalz konnte krankheitsbedingt während der Woche nicht am Training teilnehmen. Ob sie Hoof/Sand/Wolfhagen beim Auswärtsspiel gegen Wollrode zur Verfügung steht, ist noch offen.

Guxhagen. Von einem Aufsteiger wird nie viel erwartet. Meist wird er sofort als Abstiegskandidat gehandelt. Nicht so der TSV Wollrode: Die eingespielten Handballmannschaft hat in der Hinrunde gezeigt, wozu sie fähig sind. So war die Partie gegen die Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen damals das Spitzenspiel in der Landesliga.

Heute stehen die Vereinigten noch immer an der Tabellenspitze, Wollrode hingegen ist einige Plätze nach unten gerückt. Allerdings belegt der Aufsteiger immerhin auch jetzt noch einen beachtlichen siebten Tabellenplatz.

„Der Vorteil des Teams in dieser Saison ist – und das war vor allem in der Hinrunde so – dass die Liga es nicht aus dem Effeff kennt. Wir konnten uns nicht so einfach auf Wollrode einstellen“, erklärt HSG-Coach Chris Ludwig den Erfolg des Aufsteigers.

Vielleicht kann das Ludwig-Team seine Gegner diesmal schon ein bisschen besser einschätzen, wenn der Schiedsrichter am Sonntag um 17 Uhr das Rückspiel in der Kreissporthalle anpfeift.

Und wie schätzt Ludwig die Heimmannschaft ein? „Das Team ist super stark, sehr selbstbewusst, unglaublich kämpferisch, gibt sich nicht auf und kann auf lautstarke Fans setzen – wir sind auf jeden Fall gewarnt.“ Ludwig spricht in Superlativen. Die Erinnerung an das Hinspiel ist nicht die bloße Erinnerung an einen Sieg, sondern an einen harten Kampf auf dem Parkett.

Die HSG ist diesmal zudem angeschlagen, denn am vergangenen Wochenende gegen Vellmar hat sie einen Punkt liegen gelassen und muss sich nun erst einmal wieder besinnen. „In dem Spiel haben wir einfach zu viele Tore kassiert. 32 Tore, das kann es nicht sein“, betont Ludwig. Deshalb soll gegen Wollrode die Abwehr wieder stabiler stehen. Schwierigkeiten könnte die Defensive mit Svenja Lachnit bekommen, die insbesondere aus der Sieben-Meter-Distanz so gut wie immer trifft.

Ihre bisherige Bilanz sieht aber insgesamt sehr gut aus: 106mal traf sie in dieser Saison schon in den Kasten – das kann sich sehen lassen. Ludwig möchte sie vom Spiel isolieren. Der Trainer weiß aber auch: „Wenn man so sehr auf eine einzelne Spielerin achtet, verliert man leicht die anderen aus dem Auge. So war das letzte Woche mit Janina Winkler und so soll es diese Woche nicht noch mit Lachnit sein.“

Nicht nur mental durch ein angekratztes Ego könnten die Vereinigten am Sonntag stolpern, sondern auch physisch durch gesundheitlich angeschlagene Spielerinnen. In der Trainingswoche musste das Ludwig-Team auf Natalie Weinrich und Anna-Lena Schmalz wegen eines grippalen Infekts verzichten, Patrizia Ludwig beklagte ein verdrehtes Knie und Annika Neurath hatte Probleme mit dem Ellenbogen. Außerdem fehlte Aileen Sule, weil sie beruflich verhindert war. Wer bei der Begegnung wieder fit ist und ob Ludwig vielleicht sogar auf vier Spielerinnen verzichten muss, ist noch unklar.

Umso mehr gilt es jetzt für die Ludwig-Sieben, Fehler abzustellen und sich voll auf die Partie gegen Wollrode zu fokussieren. (zis)

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