Aufholjagd mit Punkt belohnt

Nach zehn Toren Rückstand: Löber wirft Lohfelden zum 30:30 in Baunatal

Augen zu und durch: Carina Löber (8) sicherte ihrer HSG durch den Treffer zum 30:30 in letzter Sekunde einen Punkt. 
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Augen zu und durch: Carina Löber (8) sicherte ihrer HSG durch den Treffer zum 30:30 in letzter Sekunde einen Punkt. 

Baunatal. Eine außergewöhnliche Aufholjagd zeigten die Handballerinnen der HSG Lohfelden/Vollmarshausen beim 30:30 (16:9) in der Landesliga.

Im Keller-Duell beim GSV Eintracht Baunatal holte die HSG einen zwischenzeitlichen Zehntore-Rückstand auf und sicherte sich mit dem Abpfiff durch Carina Löbers Ausgleich noch einen Punkt. Dabei sah es 40 Minuten lang nicht so aus, als würden die Baunatalerinnen in der heimischen Erich-Kästner-Halle Punkte im Abstiegskampf hergeben. Konzentriert in der Abwehr und souverän im Angriff, zogen die Schützlinge von Trainerin Susanne Bachmann Tor um Tor davon.

Lohfelden wirkte vor allem vcr der Pause in der Defensive unsortiert, vergab in der Offensive viele Chancen und lag früh klar hinten. Nichts wollte gelingen, so schien es. Bis zur Pause führte Baunatal 16:9 – ein dickes Polster und vermeintlich schon der halbe Sieg.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte änderte sich zunächst wenig: Baunatal zog auf 21:11 (36.) davon. Zehn Tore Vorsprung, normalerweise eine sichere Sache. Dann aber kippte die Partie wie aus dem Nichts. Lohfelden kämpfte sich Tor um Tor zurück, und als Melissa Peter in der 54. Minute per Siebenmeter ihre HSG auf drei Tore heranbrachte, glaubten die Gäste wieder an einen Punktgewinn. Was folgte, waren fünf dramatische finale Minuten. Baunatal taumelte, Lohfelden setzte nach. Das 30:28 durch Baunatals Laura Stockschläder 30 Sekunden vor Spielende schien erneut die Entscheidung zu sein. Von wegen! Melissa Peter verkürzte 17 Sekunden vor dem Ende auf 30:29. Als die Uhr noch zwei Sekunden Spielzeit verkündete, gab es Proteste der Gäste, da die Anzeige trotz Unterbrechung weitergelaufen war. Aus zwei wurden fünf Sekunden, und die reichten Carina Löber, um mit der letzten Aktion des Spiels den Ausgleich zu werfen. „Als wir Tor für Tor herangekommen sind, war auch der Glaube wieder da,“ jubelte die Torschützin.

GSV-Trainerin Susanne Bachmann indes fand kritische Worte: „Wir haben nicht das umgesetzt, was wir im Training geübt haben, waren konditionell unterlegen. Wer soweit vorn liegt, der muss gewinnen“.

Baunatal: Franke – Stockschläder 6, Sonnenschein 2, Penner 2, Kalisz 2, Israel 5, Kelterborn, Weishaar 1, Bär 6, Waschinger 6/1

Lohfelden/Vollmarshausen: Thamm, Rau-Witte, Kickstein – Herbst 3/2, Verzani 5, Löber 8, Pugh 4/1, Stede, Schotte 2, Peter 7/2, Lerch 1, Wiegand.

Von Thomas Lange

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