TGR bekommt es mit zwei alten Handball-Füchsen zu tun

Im Prüfungsstress: Jan-Oliver Holls Einsatz ist fraglich. Foto: Gerlach/nh

Rotenburg. Landesliga-Schlusslicht VfL Wanfried gastiert am Samstag ab 17.30 Uhr in der Rotenburger Großsporthalle.

Für die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg steht das letzte Spiel des Jahres an. Nicht nur wegen ihrer Heimstärke ist die TGR gegen Wanfried klar favorisiert. Schließlich hat der Gegner noch keinen einzigen Zähler ergattert in dieser Saison.

Auf den ersten Blick sollte das also eine klare Angelegenheit werden. Doch es lohnt sich, genauer hinzusehen. Denn Aufsteiger Wanfried war auswärts schon zweimal dicht dran an einem Punktgewinn. In Hünfeld gab es eine 24:25-, in Landwehrhagen eine 27:29-Niederlage. Und auch die Heimspiel-Ergebnisse gegen die Spitzenteams Melsungen II (28:32) und Baunatal (22:26) können sich sehen lassen.

Diese Lichtblicke verhinderten aber nicht das Aus für das VfL-Trainerduo Christian Schröder/Mario Hunstock. Es wurde im November durch Heiko Illian/Thomas Seiler ersetzt. Torhüter Illian ist in Waldhessen gut bekannt, weil er einst den Kasten des TV Hersfeld gehütet hat. Kreisläufer Seiler hat früher in Duderstadt gespielt.

„In Wanfried sind jetzt zwei alte Handball-Füchse am Ruder, die werden sich bestimmt was einfallen lassen“, sagt Rotenburgs Daniel Holl. Er hat seine Verletzungen auskuriert und am vergangenen Wochenende bei der Derbyniederlage in Hersfeld sein Comeback gegeben. „Ich denke, ich bin bei 80 Prozent meines Leistungsvermögens sagt er.

Für das Spiel gegen den Tabellenletzten erhofft er sich eine Steigerung in der Offensive: „Kreativität im Angriff ist bei uns vorhanden, die müssen wir am Samstag abrufen. In Hersfeld haben wir da zu schnell den Kopf verloren.“

TGR-Trainer Robert Nolte ist sehr froh, dass er wieder mit Daniel Holl planen kann. Schon in Hersfeld hatte der dafür gesorgt, dass sich die Rotenburger in der zweiten Halbzeit steigerten. Gegen den VfL soll die Leistungskurve nun weiter ansteigen.

Daniel Holl und Robert Nolte ahnen aber, dass die Wanfrieder alles versuchen werden, in Rotenburg ihre Negativserie zu beenden und so mit einem positiven Gefühl in die Weihnachtspause zu gehen. Auch wenn wohl erst Ende Januar, wenn die Runde dann fortgesetzt wird, die Handschrift ihres neuen Trainerduos sichtbar werden dürfte.

„Die Niederlage beim TVH ist jedem von uns auf den Magen geschlagen. Gegen Wanfried wollen wir unseren Fans jetzt noch einmal zeigen, was wir zu leisten imstande sind“, sagt Daniel Holl, der vor allem vor dem zweitligaerfahrenen VfL-Rückraum-Ass Stefan Schröder Respekt hat.

Holl und sein Coach freuen sich auch auf das Wiedersehen mit Philipp Palme, dem früheren TGR-Keeper. „Philipp wird gegen uns besonders motiviert sein und zeigen wollen, dass er ein guter Torhüter ist“, sagt Robert Nolte.

Geschenke wollen die Rotenburger am Samstag allerdings ausschließlich an die Zuschauer verteilen. Durch ansehnlichen Handball und - bereits vor dem Anwurf - in Form von kleinen Gaben, die sie ins Publikum werfen. Fraglich ist noch der Einsatz von Philipp Debus, dessen Knie geschwollen ist. Auch Jan-Oliver Holl, der kurz vor seiner Techniker-Prüfung steht, könnte fehlen.

Von Thomas Walger

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