Landesliga-Handballerinnen spielen am Sonntag

An die Chance glauben: FSG Waldhessen gastiert beim TSV Vellmar 

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Anette Richter macht auch auswärts ihre Tore: Damit es für die FSG Waldhessen endlich mal in fremder Halle mit einem Sieg klappt, braucht sie mehr Entlastung durch ihre Nebenleute.

Bebra/Rotenburg. Es ist kein gewöhnliches Duell zweier Aufsteiger, wenn die Landesliga-Handballerinnen der FSG Waldhessen am Sonntag um 16.15 Uhr beim TSV Vellmar gastieren.

Während die FSG als Schlusslicht um den Klassenerhalt kämpft, haben die Gastgeberinnen ihren Höhenflug nach dem verlustpunktfreien Aufstieg fortgesetzt. Zuletzt konnte der Tabellenfünfte gar Spitzenreiter Kirchhof II niederringen.

„Es ist eine sehr gut ausgebildete Truppe, technisch und läuferisch stark und obendrein noch sehr ballsicher“, weiß FSG-Coach Jonggi Pasaribu die Vorzüge des gegnerischen Kaders einzuschätzen. „Die können ein sehr hohes Tempo über die kompletten 60 Minuten gehen. Egal mit wem auf der Platte, es ist kein Qualitätsunterschied zu sehen.“

Der TSV, mit dem Kirchhofer Überraschungscoup im Rücken, die FSG auswärts noch ohne jeden Punkt - die Vorzeichen scheinen klar. Doch Pasaribu bleibt optimistisch: „Der Glaube wie auch die Hoffnung sind immer da. Auch die Mädels sehnen endlich mal ein Erfolgserlebnis in der Ferne bei. Selbst wenn die Trauben in Vellmar wieder sehr hoch hängen, muss man immer an seine Chance glauben.“

Im Hinspiel zogen die Pasaribu-Schützlinge vor heimischem Publikum mit 24:30 den Kürzeren. Diesmal wollen die Gäste das Spiel möglichst lange offen halten: „Wenn wir am Ende noch über die nötige Substanz verfügen, wollen wir auch um den Sieg spielen. Aber Vellmar ist kein normaler Mitaufsteiger, und die Hürde ist wieder sehr hoch.“

Vergleichbares Niveau 

Während seine FSG in eigener Halle bisher dreimal gewann und selbst gegen Spitzenteams viele gute Auftritte hingelegt hat, will der Knoten auswärts einfach nicht platzen. Ein mentales Problem? „Klar ist es für Mannschaften in unserer Situation immer einfacher, zu Hause zu spielen.

Doch im Moment sind wir auch auswärts ziemlich genau auf dem gleichen Leistungsniveau wie daheim“, erklärt Pasaribu. „Aber auswärts bereitet es uns sehr große Probleme, dass die Hauptlast im Angriff meist nur auf wenigen Schultern liegt. In unseren Heimspielen verteilen wir das besser.“

Wollen die Gäste am Sonntag für eine Überraschung sorgen, müssen neben den Leistungsträgerinnen auch einmal andere Spielerinnen in die Bresche springen.

Die personellen Voraussetzungen dafür sind diesmal gar nicht schlecht. Vor dem wichtigen Kellerduell gegen Eschwege in der kommenden Woche wäre es der FSG zu wünschen, durch einen guten Auftritt in Vellmar weiteres Selbstvertrauen zu tanken.

Von Martin Harbusch

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