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Die Coolness im Abschluss fehlt: TG Rotenburg verliert mit 21:23 gegen Dittershausen

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Von: Alicia Kreth

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Positiver Einstand: Fabienne Eidam (links) feierte mit sechs Treffern eine gelungene Rückkehr ins TGR-Trikot. Doch vergab auch sie gegen die TSG Dittershausen noch einige gut herausgespielte Möglichkeiten.
Positiver Einstand: Fabienne Eidam (links) feierte mit sechs Treffern eine gelungene Rückkehr ins TGR-Trikot. Doch vergab auch sie gegen die TSG Dittershausen noch einige gut herausgespielte Möglichkeiten. © Alicia Kreth

Es bleibt vorerst bei einem Saisonsieg für die Landesliga-Handballerinnen der TG Rotenburg. Das Team von Trainer Sebastian Jaschinski unterlag am Samstag in der Großsporthalle in Rotenburg der TSG Dittershausen mit 21:23 (11:14) und kassierte damit im ersten Spiel der Abstiegsrunde einen Dämpfer im Kampf um den Ligaverbleib.

Rotenburg – Die Enttäuschung war den Rotenburgerinnen nach Abpfiff ins Gesicht geschrieben. Zu viele selbst verschuldete Fehler – entweder ging der Abschluss über das Tor oder das finale Zuspiel war zu ungenau – kosteten den Gastgeberinnen am Samstag den Sieg. „Da war heute mehr drin. Wir haben wieder nur 21 Tore geworfen und müssen cooler im Abschluss sein“, sagte Sebastian Jaschinski. „Positiv ist, dass wir den Zweiten der Abstiegsrunde auf Augenhöhe bespielen konnten, aber wir müssen so ein Ding irgendwann auch mal eintüten.“

Schon zu Beginn zeigten sich die Schwächen im Abschluss. Luca Mäusgeier, Michelle Horn und Christina Stiefel ließen gut herausgespielte Chancen zur frühen Führung liegen. Und auch in der Abwehr hatte die TGR zunächst ungewohnte Probleme. Dennoch verlief die Partie ausgeglichen und man ließ Dittershausen bis zum 5:5 (12.) nicht davonziehen.

Dann kam auch noch Pech dazu: Christina Stiefel, Anette Lusky und zweimal Fabienne Eidam trafen bei ihren Abschlüssen nur die Latte und hatten Glück, dass Torfrau Laura Weidemann auf der Gegenseite zur Stelle war. Insgesamt sechs Minuten blieben beide Mannschaften in dieser Phase torlos. Luca Mäusgeiers Treffer zum 6:5 (18.), durch den Rotenburg erstmals in Führung ging, wirkte da fast wie ein Befreiungsschlag – aber nur fast. Denn mit drei Toren in Folge zum 6:8 (21.) setzten sich die Gäste erneut ab und bauten ihren Vorsprung bis zum 11:14-Halbzeitstand noch ein wenig aus.

Nach dem Seitenwechsel bekam die TGR mehr Zugriff in der Deckung, war griffig und legte damit den Grundstein für die nun folgende Aufholjagd. Mäusgeier, Eidam und Horn sorgten dafür, dass die Rotenburgerinnen den Rückstand auf 14:15 (35.) verkürzten. Einen erneuten Drei-Tore-Rückstand beim 16:19 (46.) holte die TGR ebenfalls auf und Inken Niebuhr belohnte ihr Team mit dem 19:19-Ausgleich (52.).

Anschließend hätten die Rotenburgerinnen nach eigenem Ballgewinn sogar in Führung gehen können, doch der letzte Pass an den Kreis scheiterte. So lief der Jaschinski-Sieben langsam die Zeit davon, da TSG-Torfrau Janina Landau auch bei Stiefels Siebenmeter zur Stelle war und die TGR beim 20:22 (59.) wieder einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlief. Zwar verkürzte Michelle Horn in der Schlussminute noch auf 21:22, doch zu mehr sollte es an diesem Tag nicht reichen.

„Das waren die entscheidenden Dinger, die uns ihre Torfrau in der zweiten Halbzeit geklaut hat und in denen wir sicherer abschließen müssen – das tut doppelt weh“, ärgerte sich Sebastian Jaschinski. „Das war eine sehr gute Chance, aber wir müssen weiter machen. Es bringt nichts, den Kopf lange hängen zu lassen.“ (Alicia Kreth)

TG Rotenburg: Weidemann - Horn (4), Malsch, Eidam (6), Denk, Lusky (2), Hollstein, Mäusgeier (3), Stiefel (4/2), Pippert (1), Niebuhr (1).

SR: Schneider/Schulz. Z: 50.

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