Eine traurige Vorstellung der FSG Waldhessen

Machtlos: FSG-Torfrau Bianca Bähr hielt - genau wie ihre Kollegin Laura Weidemann - was zu halten war beim Gastspiel an der Weser. Es mangelte an Unterstützung von den Vorderleuten. Foto: Walger

Oberweser. Das Team von Trainerin Simone Larsen Poulsen rutscht nach 20:31-Auswärtspleite ans Tabellenende ab.

Die Landesliga-Handballerinnen der FSG Waldhessen haben die nächste Enttäuschung und die siebte Niederlage hintereinander erlebt. Bei der HSG Wesertal unterlagen sie am Sonntagabend unerwartet deutlich mit 20:31 (13:20).

Damit sind sie auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. 2:14 Punkte stehen zu Buche. Vier Zähler beträgt der Abstand des Zwölften auf Rang neun, der den Klassenerhalt bedeutet.

Fast acht Spielminuten lang mussten die Gäste auf ihr erstes Tor warten. Stefanie Krestel erzielte es per Siebenmeter zum 3:1-Zwischenstand. Mit zwei oder drei Treffern lag die FSG auch danach meist im Hintertreffen. Nach gut einer Viertelstunde schaffte sie zunächst durch Inken Niebuhr den Anschluss zum 7:8 (16.) und keine Minute später durch Alina Hollstein den Ausgleich.

Steil bergab

Es sollte der letzte Gleichstand bleiben. Denn nun ging es steil bergab. Im Minutentakt trafen die Wesertalerinnen und setzten sich auf 12:8 (21.) ab. Und so ging es bis zur Halbzeit weiter. 15:10 (23.) und 18:12 (27.) waren die Stationen zum 20:13-Pausenstand.

Da war FSG-Trainerin Simone Larsen Poulsen, die wegen einer Oberschenkelverletzung auch in den kommenden Wochen nicht spielen kann, längst restlos bedient. Der frühere Profi nahm kein Blatt vor den Mund: „Wir haben schlecht gespielt. Die Abwehr war nicht gut, und der Angriff auch nicht. Wir machen in den Spielen immer das Gegenteil von dem, was wir uns vorgenommen und im Training geübt haben.“ Den Grund dafür kennt sie auch nicht. „Aber ich wiederhole mich nach jedem Spiel. Wir machen jedes Mal die gleichen Fehler.“ Dazu gesellte sich in Oberweser noch ein negativer Umstand hinzu: Das Team gab sich sehr früh auf.

„Nach dem 8:12 haben die Mädels wohl gedacht, wir haben eh verloren, da brauchen wir auch nicht mehr kämpfen und spielen.“ In der Halbzeit appellierte Simone Larsen Poulsen an ihre Spielerinnen, im zweiten Durchgang wenigstens zu zeigen, dass sie Lust auf Handball haben. Genau die hatte sie nach dem 8:12 bei ihnen gänzlich vermisst. Doch der Umschwung blieb aus. Sich selbst lastete die Trainerin an, die Deckung nicht früher auf 5:1 umgestellt zu haben.

Von ihrer Kritik nahm die sie lediglich ein Trio aus: Die beiden Torhüterinnen Bianca Bähr und Laura Weidemann, die gut hielten. Und Linksaußen Alina Hollstein, die diesmal wegen guter Trainingsleistungen in der Anfangsformation stand: „Sie hat das gut gemacht und Mut gezeigt.“ Und etwas hatte Simone Larsen Poulsen auch noch gefallen: „Dass wir endlich mal schneller gespielt haben.“ Unterm Strich bleibt das jedoch nur eine kleine Randnotiz.

FSG Waldhessen: Bähr, Weidemann - Reimuth (1), Rollmann, Drewer (3), Denk (2), Lusky (5), Hollstein (2), Mäusgeier (1), Schlosser, Niebuhr (2), Krestel (5/3)

Von Thomas Walger

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