Enttäuschender Auftritt der FSG Waldhessen

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Über den Block: Anette Lusky, die hier zum Wurf kommt, war mit acht Treffern erfolgreichste Schützin der Waldhessinnen. Aber auch bei ihr lief am Samstag längst nicht alles rund.

Rotenburg. Die abstiegsgefährdeten Landesliga-Handballerinnen der FSG unterlagen ihrem favorisierten Gast von der HSG Großenlüder/Hainzell sang- und klanglos mit 24:35 (10:17).

In der Rotenburger Großsporthalle entwickelte sich ein Spiel, das dem ersten Aufeinandertreffen in der Hinrunde doch sehr ähnelte. Die Waldhessinnen konnten wieder die Anfangsphase ausgeglichen gestalten (4:4, 10. Minute), ließen den Favoriten dann aber ziehen und verloren so erneut früh den Kontakt. Diesmal setzte sich die HSG mit vier Treffern in Folge auf (4:8, 18.) ab, im ersten Vergleich hatte sie nach dem 4:4-Zwischentand sogar neunmal in Folge getroffen.

Die alte Schwäche

Auf jeden Fall zeigte sich die alte Schwäche der Gastgeberinnen: Sie handelten sich nach technischen Fehlern oder vergebenen Torchancen - verbunden mit mangelndem Rückzugsverhalten - viele unnötige Kontertore ein. Nur gut, dass die eher defensiv orientierte Spielertrainerin Simone Larsen-Poulsen im Abschluss Verantwortung übernahm und schon vor dem Seitenwechsel viermal traf, sonst wäre der Rückstand sehr bald noch demoralisierender ausgefallen. Denn den eigentlichen Torgaranten, Anette Lusky und Stefanie Krestel, blieb der Erfolg zunächst zu oft versagt. Und so war dieses Spiel nach 30 Minuten beim Stand von 10:17 fast schon gelaufen.

Der zweite Durchgang sollte tatsächlich nicht besser werden aus Sicht der FSG. Ihre Abwehr bekam keinen Zugriff auf die schnell kombinierenden Gäste, die in der 42. Minute bereits auf 14:24 enteilt waren. Hätten nicht die beiden FSG-Torfrauen Laura Weidemann und Bianca Bähr jeweils sieben Paraden gezeigt und auch je einen Siebenmeter entschärft, wäre die Niederlage noch viel drastischer ausgefallen.

Umstellung verpufft

Auch dass Simone Poulsen-Larsen ihre Deckung zwischenzeitlich auf eine offensivere 5:1-Variante umstellte, verpuffte ohne Wirkung. Zu allem Überfluss verletzte sich noch Kreisläuferin Inken Niebuhr und fiel für den Rest der Spielzeit aus. Nun liegt vor der FSG-Spielertrainerin die schwere Aufgabe, die jüngsten zwei Pleiten schnellstmöglich aus den Köpfen ihrer Spielerinnen zu verbannen.

FSG Waldhessen: Bähr , Weidemann - Rollmann (1), Werner (1), Drewer (1), Denk, Lusky (8), Hollstein, Mäusgeier (1), Larsen-Poulsen (5), Niebuhr (3), Krestel (4/1)

Schiedsrichter: Schartel/Herbig ( HSG Jestädt/Grebendorf/SV Reichensachsen); Zuschauer: 80

Von der erhofften Überraschung oder gar, wie in der Vorsaison, von einem Heimsieg gegen die HSG Großenlüder/Hainzel blieb die FSG diesmal meilenweit entfernt. Das hatten sie sich selbst zuzuschreiben. FSG-Spielertrainerin Simone Larsen Poulsen versuchte erst gar nicht, ihre tiefe Enttäuschung zu verbergen, als sie sagte: „Wir haben heute keinen Willen gezeigt. Ich bin immer positiv eingestellt und versuche das den Spielerinnen auch zu vermitteln. Aber die Einstellung hat heute einfach nicht gestimmt und war schlecht.“ Zu allem Überfluss sammelten die hinter ihrem Team platzierten drei Rivalen im Abstiegskampf alle jeweils einen Punkt ein.

Von Burghard Hauptmann

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