Frauen-Landesliga: Gipfel in Vellmar, Schlager in Heiligenrode

Erster gegen Zweiter

Trifft eine gute Bekannte: Asta Petrauskiene (Heiligenrode).

Kassel. Zwei Nordhessen-Derbys stehen am zehnten Spieltag der Handball-Landesliga an. Beim Nachbarschaftsduell der Frauen zwischen dem TSV Vellmar und der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen geht es schon um den inoffiziellen Titel des Herbstmeisters. Bei der Partie zwischen dem TSV Heiligenrode und Aufsteiger HSG Lohfelden/Vollmarshausen steht ein Treffen zweier befreundeter Trainerinnen (und Ex-Teamkolleginnen) sowie möglicherweise ein Wettstreit zwischen Tochter und Mutter im Fokus.

DER SCHLAGER

„Wir wollen als Erster in die Winterpause gehen und uns ein Drei-Punkte-Polster erarbeiten“, sagt Andreas Paul, Trainer der Vellmarerinnen, die am Sonntag als Spitzenreiter ab 18 Uhr in der Großsporthalle Vellmar den Tabellenzweiten aus Hoof (2./15:3) empfangen. „Wir dürfen uns nicht so viele Fehler wie vergangene Woche erlauben.“ Der TSV hat keine Ausfälle zu verzeichnen.

Vellmar (1./16:2) gewann zuletzt viermal in Folge, tat sich zuletzt aber beim 33:31 gegen Lohfelden/Vollmarshausen schwer. „Da waren wir vom Kopf her schon eine Woche weiter“, sagt Paul. Hoof/Sand/Wolfhagen (2./15:3) kommt mit einem 9:1-auf, trennte sich zuletzt 30:30 von Hainzell/Großenlüder und verlor dadurch die Tabellenführung. „54 Minuten haben wir da gut gespielt“, sagt Trainer Chris Ludwig. „Dann ging uns die Puste aus.“

Bei den Gästen werden verletzt Sinje Bauch und Theresa von Dalwig fehlen. Der Einsatz der erkälteten Lisa Keim ist fraglich. „Vellmar ist 60:40 favorisiert“, erklärt Ludwig. Der Gegner verfügt nicht nur eine gute Stammsieben, sondern auch in der Breite einen stark besetzten Kader. „Wenn wir die Vellmarerinnen zum Verzweifeln bringen“, ergänzt Ludwig, „haben wir sie. Wir wollen wieder zurück an die Spitze.“

DAS MUTTER-TOCHTER_DUELL

Einst waren Florina Heßburg und Asta Petrauskiene in der dritten Liga bei Lohfelden zusammen auf dem Parkett aktiv. Nun treffen die beiden, die sich regelmäßig Tipps über Gegner ihrer Mannschaften geben, als Trainerinnen aufeinander. Anwurf für das Derby zwischen Heiligenrode und Schlusslicht Lohfelden ist am Samstag um 17 Uhr in der Halle der Wilhelm-Leuschner-Schule.

„Wir tun uns immer schwer gegen Mannschaften, die unten drin stehen“, sagt Tanja Sterzing, Co-Trainerin des TSV (7./8:8). Ihr Team wird darum bemüht sein, dass Nicole Faller nicht Fahrt aufnehmen kann. Lendita Aliaj (gebrochene Nase) und Carina Müller (Schulterverletzung) sowie Alexandra Dammer (Urlaub) fallen aus. Leonie Petrich ist zurück im Tor.

„Das Spiel gegen Vellmar war megageil“, sagt Meike Günther, Betreuerin bei der HSG (12./1:19). „Wenn wir diese Leistung noch mal abrufen, haben wir Heiligenrode in der Tasche.“ Mannschaftsführerin Melanie Rohr wird aufgrund einer Leistenzerrung wohl nicht mitwirken können.

Das Derby könnte zudem zu einem Mutter-Tochter-Duell werden. Marion Peter (51) steht bei Heiligenrode als Torhüterin zur Verfügung. Tochter Melissa Peter spielt bei Lohfelden. Sie hat es wohl in der Hand, ob es zum familieninternen Wettstreit kommt. Schließlich ist Oma Marion erste Wahl, wenn es für das Spiel um die Nominierung einer Aufpasserin für das Enkelkind geht.

Von Sebastian Reichert

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