Landesliga: Baunatal, Waldau und Lohfelden/Vollmarshausen stehen am letzten Spieltag unter Druck

Fernduelle um den Ligaverbleib

Jetzt gilt’s: Waldaus Franziska Kesper (links) und Baunatals Laura Stockschläder kämpfen mit ihren Teams am letzten Spieltag um den Klassenerhalt. Fotos: Dieter Schachtschneider

Kassel. Mehr Spannung geht kaum: Vor dem letzten Spieltag in der Handball-Landesliga der Frauen stehen weder Meister noch Absteiger fest. Die HSG Hoof/Sand/Wolfhagen und Germania Fritzlar II machen im Fernduell die Meisterschaft unter sich aus – der HSG reicht ein Unentschieden zum Titelgewinn.

Im Tabellenkeller ist die Situation ein wenig komplizierter. Der entscheidende Faktor ist Oberligist TSV Böddiger. Sollte der Vertreter aus dem Schwalm-Eder-Kreis die Klasse halten können, gäbe es nur zwei Absteiger aus der Landesliga. Heißt: Für einen der drei heimischen Vertreter bestände noch Hoffnung auf den Klassenerhalt. Sollte der TSV aber doch noch auf einen Abstiegsplatz rutschen, steigen Baunatal, Waldau und Lohfelden/Vollmarshausen in die Bezirksoberliga ab. Eine Übersicht der Duelle: GSV Eintracht Baunatal

Mit der vermeintlich besten Ausgangslage gehen die Baunatalerinnen ins letzte Saisonspiel. Sollte Böddiger den Klassenerhalt tatsächlich schaffen, so würde bereits ein Remis beim TSV Wollrode für den eigenen Ligaverbleib reichen. Soweit die Theorie. Wirklich viel spricht nämlich nicht für die Eintracht. Drei Saisonsiege sprechen eine deutliche Sprache, und die Formkurve geht eher nach unten. Zudem ist ein Einsatz von Leistungsträgerin Julia Waschinger im so wichtigen und entscheidenden Duell derzeit noch fraglich. Tuspo Waldau

Die Waldauerinnen haben es nicht in der eigenen Hand und sind auf Schützenhilfe aus Wollrode angewiesen. Nur wenn Baunatal verliert und Waldau gewinnt, ist der Klassenerhalt noch möglich. Der Gegner zumindest scheint kein unbezwingbarer zu sein. Zu Gast ist die FSG Körle/Guxhagen, die ebenfalls lange gegen den Abstieg kämpfte. Tuspo-Coach Holger Kraushaar warnt jedoch vor den „gut besetzten Halbpositionen“ des kommenden Gegners.

Gleichzeitig hofft er darauf, dass seine Mannschaft die letzte Chance auf den Ligaverbleib nutzt. Die Marschroute ist jedenfalls klar: „Wir werden alles reinhauen“, sagt der erfahrene Waldauer Trainer. HSG LOHFelden/VOLLmarsh.

Die schlechteste Ausgangslage am letzten Spieltag hat zweifelsohne das Tabellenschlusslicht. Zum einen ist es vom Ausgang der beiden Partien in Wollrode und Waldau abhängig, zum anderen ist es zu Gast bei niemand geringerem als Oberliga-Absteiger TSV Vellmar. Es wartet eine echte Mammutaufgabe auf die Lohfeldenerinnen. Seit 14 Spielen wartet der Aufsteiger auf einen Sieg. Im November letzten Jahres klappte es zuletzt im Heimspiel gegen Wesertal mit einem zweifachen Punktgewinn.

Ob es nun gegen den haushohen Favoriten und drittplatzierten aus Vellmar für einen Sieg reicht, erscheint doch mehr als fraglich.

Von Raphael Wieloch

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