Handball-Landesliga

Feueralarm löst Spielabbruch aus

Alarm: In Waldau musste die Feuerwehr anrücken.

Kassel. Eigentlich war alles gelaufen im Spiel der Handball-Landesliga zwischen Tuspo Waldau und der FSG Waldhessen - einer Spielgemeinschaft aus Rotenburg, Bebra und Lispenhausen.

Die Waldauerinnen führten am Samstag mit 30:20, sie waren drauf und dran, einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf zu landen. Doch dann, sechs Minuten und 51 Sekunden vor Schluss, ging in der Waldauer Schulsporthalle plötzlich der Feueralarm los - und jetzt weiß keiner so recht, wie es weitergeht.

Fakt ist: Die Schiedsrichter Bernd Rehmann und Frank Meyer aus Zierenberg haben die Partie nicht wieder angepfiffen. Laut Waldaus Trainer Klaus Reinicke sei sein Kollege Jonggi Pasaribu aus Waldhessen „auf die Idee gekommen, das Spiel nicht fortzusetzen“. Er habe die hohe Verletzungsgefahr als Grund für seine Ansicht angegeben.

Nachdem der Alarm ertönt war, mussten alle die Halle verlassen. Mindestens 20 Minuten standen die Spielerinnen mit ihren kurzen Sportklamotten bei sehr herbstlichen Temperaturen vor dem Eingang. Dann traf der Löschzug der Feuerwehr ein. Die Einsatzkräfte gaben schließlich Entwarnung - und die Halle wieder frei.

Klaus Reinicke, so erzählt er, habe dann dafür plädiert, nach einer Aufwärmphase die restlichen Minuten noch austragen zu lassen. Dazu kam es allerdings nicht mehr. Ob die Schiedsrichter schließlich selbst entschieden, die Partie nicht wieder anzupfeifen oder ob der Abbruch die Folge einer Verweigerung der Waldhessen war, ließ sich bisher nicht abschließend klären. Jonggi Pasaribu war bisher nicht zu erreichen, Schiedsrichter Frank Meyer wollte sich nicht äußern und verwies auf das schwebende Verfahren. Überhaupt ist nirgendwo eindeutig geregelt, wann ein Spielabbruch zu erfolgen hat.

Und jetzt? Die Frage muss die Klassenleiterin klären. Simone Fegert allerdings sagt, dass ihr solch ein Fall auch noch nicht untergekommen sei. Sie will jetzt warten, bis der Spielbericht der Schiedsrichter bei ihr eingetroffen ist - und dann die Lage begutachten. Die Paragrafen der Spielordnung lassen ihr Spielraum. Von einer Wiederholung bis zur Wertung des Spiels mit 30:20 ist alles möglich.

Für Klaus Reinicke kann es allerdings nur eine Entscheidung geben: „Die Partie muss einfach so gewertet werden, wie sie in der 53. Minute stand. Alles andere würde den Sport kaputtmachen.“ Für ihn und sein Team läuft es nicht rund in dieser Saison. Schon die Begegnung beim TSV Wollrode lief nicht reibungslos. Hier stellten die Waldauerinnen bei Ankunft in des Gegners Halle fest, dass nicht nur die Konkurrentinnen, sondern auch die Schiedsrichter aus Wollrode kommen. Ein Einspruch gegen die 22:27-Niederlage läuft.

Immerhin: Damals gab es keinen Feueralarm wie an diesem Samstag. Eines der 30 Waldauer Tore bis zur 53. Minute warf da im Übrigen Katja Brand.

Von Florian Hagemann

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