Frauenhandball: Landesligst Wesertal unterliegt dem neuen Meister Vellmar 27:32

Frauenhandball: Landesligst Wesertal unterliegt dem neuen Meister Vellmar

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Unfair gestoppt: Wesertals Anna Riedel wird hier von der Vellmarerin Leonie Homburg rin an der Schulter zurückgezogen.

Oedelsheim. Eine Halbzeit sah es danach aus, als könnte es bei der Aufstiegsfrage in der Frauenhandball-Landesliga noch einmal spannend werden, denn die zweitplatzierte HSG Wesertal lag mit 18:15 gegen den Spitzenreiter TSV Vellmar vorne.

Nach den zweiten 30 Minuten stand es allerdings deutlich mit 32:27 für die Gäste. Diese bejubelten in der vollbesetzten Oedelsheimer Halle mit ihrem zahlreich angereisten Anhang den damit perfekt gemachten Aufstieg in die Oberliga.

„Wir sind schon ein bisschen enttäuscht. Nach einer verdienten Führung in der ersten Halbzeit haben wir danach zu viele Fehler gemacht“, kommentierte Wesertals Jürgen Herbold die erste Heimniederlage seiner Mannschaft.

Diese hatte, auch wenn sie nicht in Bestbesetzung und mit einigen angeschlagenen Spielerinnen angetreten war, eine richtig gute erste Halbzeit hingelegt. Nach einem 1:2-Rückstand bestimmten die Gastgeberinnen das Spiel und gingen nach vier Toren in Folge mit 5:2 in Führung. Diesen Vorsprung von drei Toren hielten Gastgeberinnen bis zur Pause.

Die Grundlagen dieser Führung waren eine gut stehende Deckung mit einer stark aufgelegten Torhüterin Diana Henze.

Nach der Pause drehte bei Vellmar vor allem Celia Steyer auf. Sie traf sowohl aus dem Rückraum als auch von der Siebenmeterlinie. Durch einen verwandelten Strafwurf von Tessa Herbold und durch Anna Riedel konnten die Gastgeberinnen bis zum 17:14 noch ihren Vorsprung von drei Toren halten.

Danach häuften sich jedoch die Fehler im Spiel der Wesertalerinnen. Durch Fangfehler und vergebene Großchancen, darunter zwei Siebenmeter in Folge kamen die Gäste zum 17:17-Ausgleich. Julia Köster brachte danach die HSG noch einmal mit 18:17 in Führung, doch das sollte die letzte Führung der Gastgeberinnen gewesen sein. Zwischen der 39. und 43. Minute wandelten die Gäste den Rückstand nach drei Steyer-Toren in Folge sowie von Homburg und Natalie Paul in eine 22:18-Führung um. Dabei profitierten sie auch von einer doppelten Unterzahl der HSG.

Die HSG lief nun meistens einem Rückstand von drei oder vier Toren hinterher. Dabei scheiterten die Wesertaler Angreiferinnen immer wieder an Vellmars Torhüterin Denise Müller. „Ohne die verworfenen Siebenmeter wären wir weiter dicht an Vellmar drangeblieben“, bemängelte Herbold die Chancenverwertung.

Wesertal: Henze, Lange - Mießen, T. Riedel (6), A. Riedel (3), Keßeler (5), Herbold (5), Köster (1), Stas, Steckel, Leibecke (2), Kranz (4), ter Fehr (1).

Vellmar: Stern, Müller - Homburg (6), Steyer (12), Hoppe (1), Petrovski (2), Paul (2), Steiner (2), Breiding (4), Lohr (1), Nolte (2), Schmalz, Rull.

Zuschauer: 300.

Spielverlauf: 1:2, 5:2, 10:7, 10:9, 13:11, 17:14 (34.), 18:17 (39.), 18:22 (43.), 21:24 (50.), 24:28 (55.), 25:31 (58.), 27:32 (60.).

Von Michael Wepler

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