Zwei Derbys könnten in Handball-Landesliga der Frauen Vorentscheidungen bringen

Es geht schon fast um alles

Entwischt: Effektiver als hier im Hinspiel Maxie Hauschild (links) will der TSV Vellmar diesmal Annika Neurath und die HSG Hoof/Sand/Wolfhagen am Torwurf hindern. Foto: privat

kassel. Noch acht Spieltage stehen in der Handball-Landesliga der Frauen an. Doch im späteren Rückblick auf die Saison könnte es sein, dass der am Wochenende anstehende 15. Durchgang im Kampf um Titel und Klassenerhalt als vorentscheidend erachtet wird. In zwei Derbys stehen sich direkte Konkurrenten gegenüber: Der TSV Vellmar erwartet die HSG Hoof/Sand/Wolfhagen zum Spitzenspiel (Sonntag, 18 Uhr, Großsporthalle), der GSV Eintracht Baunatal empfängt die HSG Lohfelden/Vollmarshausen (15.30 Uhr, EKS) zum Kellerduell.

Kampf um den Titel

Drei Punkte liegt der TSV als Zweiter hinter der HSG zurück. Verliert er, dürfte der Titel kaum noch drin sein. Es droht zudem der Sturz auf Rang drei hinter die punktgleiche Germania Fritzlar II. Das Hinspiel gewann Hoof/Sand/Wolfhagen 36:27. Im Gegensatz zu den Gästen, die noch überlegen, ob sie die Oberliga in Angriff nehmen wollen, würde Vellmar das Aufstiegsrecht wahrnehmen.

Rocsana Negovan sieht den Druck eher aufseiten des TSV. Doch die Trainerin glaubt, dass ihre Frauen damit umgehen können. „Sie sind seit dem Hinspiel selbstbewusster und stabiler geworden und werden den Ball diesmal sicherer ins Tor werfen“, sagt sie. Damals ermöglichte ihr Team dem Widersacher zu viele Tempogegenstöße und Tore über die zweite Welle. Locker in Vellmar aufspielen könne seine Mannschaft nicht, sagt Chris Ludwig, „dagegen spricht schon, dass der TSV sehr heimstark ist. Zudem ist so ein Spiel immer von der Tagesform abhängig.“ Ziel sei es, wie in den ersten 35 Minuten des Hinspiels eine kompakte Abwehr zu stellen – diesmal über die gesamte Dauer. Beruhigend für Ludwig: „Wir bleiben Erster.“

Kampf gegen den Abstieg

Richtet man sich nach den Tabellen, in denen die Punktabzüge berücksichtigt sind, steigen drei Mannschaften aus der Landesliga ab. Gefährdet sind in der Landesliga vier Teams, am schlechtesten stehen drei heimische da. Bei ihrer bisherigen mageren Ausbeute scheint es, als könnten sie nur noch gegeneinander punkten. Umso mehr Bedeutung kommt dem Duell zwischen Baunatal und Lohfelden/Vollmarshausen zu.

Druck verspürt die Eintracht nicht. „Wir wussten anlässlich unserer Personalnöte schon vor der Serie, was auf uns zukommt. Selbst jetzt lassen sich die Mädels nicht entmutigen“, sagt Susanne Bachmann. Außerdem, so die Trainerin, komme es darauf an, „was jede für sich rauszieht und was sie lernt“.

Gelassen bleiben auch die Gäste. „Es liegt an uns. Wenn wir zeigen, was wir können, werden wir gewinnen“, ist Jessica Dörr zuversichtlich. „Unser Ziel ist es nach wie vor, die Klasse zu halten“, betont die Trainerin.

Wolfgang Bauscher

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