Landesliga: Fritzlar II kassiert im Derby gegen Wollrode nur 13 Gegentore

Gürbig zieht die Bälle an

Kam im Derby gegen Fritzlar auf 24 Paraden: Lea Gürbig, hier im Spiel gegen die HSG Hoof/Sand/Wolfhagen. Foto: Hahn

Fritzlar. Das war deutlich. Mit 27:13 (14:9) entschied die Drittliga-Reserve des SV Germania Fritzlar das Derby in der Handball-Landesliga der Frauen gegen den TSV Wollrode für sich. Großen Anteil an dem Erfolg hat SV-Torhüterin Lea Gürbig, die vor allem in der zweiten Halbzeit herausragte und nur vier Gegentore zuließ.

Dementsprechend unzufrieden war Gäste-Trainer Zoltan Bartalos mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft: „Wenn du die hundertprozentigen Chancen nicht machst, kannst du hier nicht gewinnen. Unzufrieden bin ich natürlich mit der zweiten Halbzeit - das war viel zu wenig.“

Dabei fanden die Blau-Weißen eigentlich besser in die Partie und erarbeiteten sich einen Zwei-Tore-Vorsprung. Doch dann übernahmen die Domstädterinnen mit einem 8:3-Lauf die Kontrolle über die Partie. Über 10:6 und 13:8 setzte sich das Marquardt-Team - angetrieben von Lorena Lorenz - bis zur Halbzeit auf 14:9 ab.

Nach Wiederanpfiff kam dann die Zeit von Lea Gürbig. Von der 35. bis zur 50. Minute ließ die Torhüterin keinen einzigen Gegentreffer zu und ebnete ihrer Mannschaft so den Weg zum Sieg. Insgesamt kam sie auf 24 Paraden. Entsprechend begeistert zeigte sich Fritzlars Trainerin Victoria Marquardt von ihrem Rückhalt. „Was sie heute gezeigt hat, war einfach nur überragend. Sowohl von Außen als auch aus dem Rückraum.“

Aus der guten Abwehr heraus erzielten die Domstädterinnen in der Folge mehrere einfache Tore und zogen über 18:11 und 22:11 immer weiter davon. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie dann entschieden.

Geschlossenheit als Trumpf

Dennoch zeigte sich Marquardt von der Chancenauswertung enttäuscht. „Unsere Ausbeute in der zweiten Halbzeit war zu schwach, gerade bei der guten Abwehrarbeit.“ Insgesamt war sie jedoch zufrieden mit dem Auftritt ihrer Mannschaft: „Auch wenn wir heute Unterstützung von der Ersten hatten, haben alle gekämpft. Diese Geschlossenheit zeichnet uns im Moment aus.“

Tore Fritzlar II: Hoppe 1, Maier 3, Frank 2, Kerwin 4, Dreyer 3, Lorenz 7/4, Oschmann 5/2, Wessel 1, Lattemann 1.

Tore Wollrode: Backhaus 1, Klipp, 4/3, Damm 1, Fehr 3/1, Lachnit 1, Friedrich 3.

Von Moritz Minhöfer

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