Abstiegskampf in der Landesliga

TSG Dittershausen muss im Doppelpack zittern

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Zupacken ist angesagt: Konsequente Abwehrarbeit, wie her von Janik Braun und Jan-Torben Kessler gegen Fynn Welch, muss die TSG Dittershausen am Sonntag gegen die HSG Fuldatal/Wolfsanger leisten, will sie gewinnen. 

Fuldabrück. Es wird ein Sonntag, an dem viel auf dem Spiel steht für die Handballer aus Dittershausen. Und es wird in der Sporthalle in Dörnhagen ein Tag mit zwei Derbys. 

Die Männer (17.30 Uhr gegen HSG Fuldatal/Wolfsanger) müssen punkten, wenn sie ihre theoretische Chance auf den Klassenerhalt in der Landesliga wahren wollen. Die Frauen (15.30 Uhr gegen Waldau) brauchen die Punkte, um im Fall von vier Absteigern noch auf Platz acht zu landen.

Die Männer

Der Strohhalm, an den sich die TSG-Männer klammern können, ist hauchdünn. Und er ist überhaupt nur existent, wenn viele Faktoren stimmen. Die kommen aber eigentlich nur zum Tragen, wenn die TSG die beiden letzten Spiele gegen Fuldatal/Wolfsanger und bei Werra WHO gewinnt. Und das wird nach zuletzt fünf Niederlagen und einer anhaltend miesen Personallage schwer. „Die Köpfe sind nicht frei, die Rückschläge durch immer wieder neue Spielerausfälle zermürben doch“, sagt Jan Andraos, der Sportliche Leiter der ersten Männermannschaft. „Aber es sind alle gewillt, für den Klassenerhalt zu kämpfen.“

Und wenn die TSG, die jetzt im vierten Jahr in der Landesliga spielt, doch absteigen sollte, „geht die Welt nicht unter, dann ist es so“. Trainer Sead Kurtagic, der die zweite Saison in Dittershausen ist, wird auf jeden Fall weiter bleiben. Andraos geht zudem davon aus, dass auch die meisten der aktuellen Spieler bleiben: „80 Prozent der Mannschaft sind doch Einheimische.“ Auf Gespräche in dieser Hinsicht habe die TSG bewusst wegen der zusätzlichen Belastung vorerst verzichtet, da die Situation ja seit Wochen schon angespannt sei.

Auf jeden Fall sollen aber einige A-Jugendspieler die Vorbereitung auf die nächste Saison mitmachen. Trainer Kurtagic will den Nachwuchs gezielt an die erste Mannschaft heranführen.

Die Frauen

Egal in welcher Liga die Frauen der TSG Dittershausen in der nächsten Saison spielen, Andreas Paul wird dann nicht mehr Trainer sein. Das ist keine sensationelle Neuigkeit, sondern schon länger abgesprochen. Paul wird zusammen mit Co-Trainer Thomas Pohlmann die Frauen des TSV Heiligenrode trainieren. Neuer Mann auf der Bank wird Dino Duketis, dessen letzte Trainerstelle bei der TG Wehlheiden war. Duketis‘ Zusage gilt auch für die Bezirksoberliga.

Aber noch ist es nicht soweit. „Es ist schon ungewöhnlich, dass man sich bei unserem Punktekonto mit dem Klassenerhalt befassen muss“, sagt Uta Grimm, die Sportliche Leiterin der TSG-Frauen. „Aber das liegt an der Konstellation in der Oberliga.“ Natürlich habe sich die TSG auch mit dem Thema Bezirksoberliga beschäftigt, „aber noch ist es nicht soweit, die Entscheidung fällt erst am letzten Spieltag“.

Und um diese positiv zu beeinflussen, will Dittershausen am Sonntag gegen Waldau gewinnen. Bei vier Absteigern müsste dann – je nach Ausgang der Spiele der FSG Waldhessen – auch noch ein Sieg in Twistetal her. „Panik ist nicht angesagt, aber alle wissen, dass die Situation prekär ist“, sagt Grimm.

Aber auch in der Bezirksoberliga könnte sich der neue Trainer Duketis auf den Stamm der aktuellen Mannschaft verlassen. „Die Mädels verstehen sich gut und wollen zusammenbleiben, das ist der letzte Stand“, sagt Grimm. Neue Spielerinnen habe die TSG im Blick, aber die würden sich erst entscheiden, wenn Klarheit besteht, in welcher Liga der Verein in der nächsten Saison spielt.

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