Handball-Landesliga Frauen: FSG Waldhessen gewinnt das Kellerduell 22:17

Die Hoffnung ist zurück bei der FSG Waldhessen

Lass dich überraschen: Mit dem Einsatz von Julia Müller (links) hatten die Eschwegerinnen wohl nicht gerechnet. Sie war nach ihrer Babypause bisher nur im zweiten Team der FSG Waldhessen zum Einsatz gekommen. Foto: Walger

Rotenburg. Bravo, FSG! Mit einem Kraftakt in der zweiten Halbzeit sicherten sich die Landesliga-Handballerinnen der FSG Waldhessen einen verdienten 22:17 (8:11)-Heimsieg im Kellerduell gegen den Eschweger TSV. Damit hat die Hoffnung auf den Klassenerhalt neue Nahrung erhalten.

Zu Beginn der Partie deutete für die Gastgeberinnen rein gar nichts auf den Gewinn der beiden so wichtigen Punkte hin. Die Eschwegerinnen erwischten den besseren Start, erzielten einfache Tore und lagen schnell mit 3:0 (7.) vorne.

„Das war die schlechteste Anfangsphase in dieser Saison“, sagte FSG-Trainer Jonggi Pasaribu. Und so sah er sich gezwungen, gleich eine Auszeit zu nehmen. Leider verpuffte diese ohne jede Wirkung. Denn die Eschwegerinnen bauten ihren Vorsprung bis auf 7:1 (15.) aus.

Die FSG leistete sich einen Fehler nach dem anderen. Auf den Rängen machte sich schon Resignation breit. Dass die Partie noch nicht entschieden war, hatte nur einen Grund: Der ETSV ließ eine Reihe bester Chancen aus.

„Wir haben es nach 20 Minuten geschafft unsere Abwehr zu stabilisieren. Von da an spielten wir auch im Positionsangriff einen soliden Part“, stellte Jonggi Pasaribu fest. Mit dieser Wendung waren die Eschwegerinnen überfordert.

Und so kam es, wie es kommen sollte. Die heimische FSG Waldhessen verkürzte kontinuierlich ihren Rückstand. Zur Pause betrug der Abstand nur noch drei Treffer. „In der Halbzeit haben wir unsere Fehler angesprochen, aber auch unsere Stärken. Schließlich haben wir ja nicht alles falsch gemacht“, gewährte der FSG-Trainer Einblick in die Minuten vor dem Wiederanpfiff.

Diesmal trugen die Worte des Trainers auch Früchte. Die Lethargie vom Beginn war endgültig verflogen. Die FSG setzte ihre Aufholjagd unbeirrt fort und kämpfte um ihre letzte Chance auf den Klassenerhalt. Als Torjägerin Anette Richter in der 41. Minute zum 14:14 traf, war die Begegnung wieder völlig offen.

Vom Ausgleich beflügelt

Und es kam noch besser für die Waldhessinnen. Offenbar beflügelt vom Ausgleich, spielten sie sich in den nächsten Minuten in einen kleinen Rausch. Bis zur 53. Minute zogen sie vorentscheidend auf 21:16 davon.

Doch ein Hintertürchen blieb den Gästen noch offen. Ihr Trainer ordnete eine offene Manndeckung an und provozierte prompt Fehler der FSG. Zum Glück für Pasaribus Team konnten die Eschwegerinnen die sich ihnen bietenden Lücken und Tormöglichkeiten nicht nutzen. Reihenweise scheiterten sie an der in der 20. Spielminute eingewechselten Keeperin Laura Weidemann, die eine Klasseleistung ablieferte.

Jonggi Pasaribu blickt nun wieder positiv in die Zukunft: Den Kontakt zu den anderen gefährdeten Teams hat das Schlusslicht hergestellt. „Wir können noch alles schaffen“, sagt der Coach. Bereits im nächsten Heimspiel gegen den TuSpo Waldau hat die FSG Gelegenheit, einen Nichtabstiegsplätze zu erklimmen.

FSG Waldhessen: Bähr, Weidemann - Sitzmann (1), Eidam (6/2), Golkowski-Hedrich (1), Geyer (3) , Richter (9/1) , Mäusgeier (3), Wehr (1), Niebuhr (1), Müller

Von Tomas Pankiewicz

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