Landesliga: Der FSG Waldhessen befinden sich im Umbruch

Dieses Bild gehört der Vergangenheit an: Ab sofort spielt Stefanie Krestel (rechts) nicht mehr gegen, sondern für die FSG Waldhessen. Und damit muss Johann Drewer (Rückennummer 7) Krestel-Tore nur noch im Training zu verhindern suchen. Foto: Walger

Rotenburg/Bebra. "Wir haben jetzt jetzt noch vier Wochen Zeit, ein Team zu formen", sagt der FSG-Trainer. Im Frühjahr hat Pasaribu mit seinem Team die Rückkehr in die Landesliga geschafft.

Den Klassenerhalt zu schaffen, wird nicht leicht. Denn zwei Stützen werden der FSG fehlen: Fabienne Eidam und Anette Richter, absolute Leistungsträgerinnen in Abwehr wie Angriff. Fabienne Eidam hat ihren Lebensmittelpunkt bei Mainz, wo sie sich zur Physiotherapeutin ausbilden lässt. Dort hat sie mittlerweile auch einen neuen Klub gefunden. „Dass sie gegangen ist, ist sehr schade für uns. Aber ihre Entscheidung ist durchaus verständlich“, sagt Jonggi Pasaribu.

Nur vorübergehend hat sich Anette Richter aus seinem Kader verabschiedet. Sie ist schwanger. Nach der Babypause könnte sie im neuen Jahr wieder Handball spielen. Doch wann genau das der Fall ist, weiß ihr Trainer nicht: „Es wäre schön für uns, wenn sie schnell wieder mitmachen würde. Wir werden sie aber nicht unter Druck setzen.“ Schließlich brauche sie bestimmt Zeit, sich an das neue Leben mit Kind zu gewöhnen.

Fest steht für den Coach: „Das sind zwei Riesenlücken. Es wird eine große Herausforderung sein, sie zu schließen.“ Ins Jammern verfällt er deshalb aber nicht - gerade was den Angriff angeht. Zwar hätten Eidam und Richter zusammen ungefähr 50 Prozent aller FSG-Tore geworen, aber Jonggi Pasaribu sieht Alternativen. Zum Beispiel Elisabeth „Elli“ Weber, die er auf fast jeder Position bringen kann. Oder Inken Niebuhr. Oder Linksaußen Jenny Werner, die sich schon mit guten Ansätzen als Halblinke versucht hat.

Größe und Kraft

Und er baut auf einige junge Neuzugänge, die die Offensive beleben sollen. Die Rolle einer Torjägerin könnte Stefanie Krestel, die vom Bezirksoberligisten HSG Werra WHO gekommen ist, ausfüllen. „Sie bringt Größe und Kraft mit.“ Außerdem verfüge sie über ein gutes Wurfrepertoire. „Wir müssen sie jetzt nur in unser System integrieren.“

Als Hoffnungsträger gelten die bisherigen A-Jugendlichen Nika Rollmann (17, zuletzt Kirchhof) und Alina Braun (18, zuletzt Landeck/Hauneck). „Das sind zwei gut ausgebildete Spielerinnen. Sie sind schnell und fintenreich. Janina Reimuth war vor zwei Jahren bei den Eschwegerinnen aktiv und hat dann pausiert. Sie kann den rechten Rückraum besetzen.

Zurzeit bittet Jonggi Pasaribu seine Spielerinnen dreimal pro Woche zum Training, zweimal in der Halle, einmal im Sportstudio. „Wenn wir uns gut einspielen, dann bin ich zuversichtlich, dass wir das einigermaßen hinkriegen“, sagt er. Ein wichtiger Grund für seinen Optimismus: Der gewachsene Kader lässt es zu, dass er mehr wechseln kann. Seine Spielerinnen können dadurch häufiger Regenerationspausen bekommen.

Aber zunächst einmal gilt es, einen neuen Abwehr-Innenblock zu bilden. Elli Pippert ist hier gesetzt. Gesucht wird ihre neue Partnerin in diesem Mannschaftsteil.

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