Dagmar Hoppe trifft mit Tochter Jana auf Nesthäckchen Aileen im Landesliga-Hit

Kein normales Spitzenspiel

Handball-Mama und ihre Töchter: Vellmars Aileen Hoppe (links), Körle/Guxhagens Trainerin Dagmar und Tochter Jana, die auch für die heimische HSG am Ball ist. Foto: Schneider

Lohfelden. Nein, es ist kein normales Spiel für die Familie Hoppe aus Lohfelden. Am Sonntag trifft die HSG Körle/Guxhagen von Trainerin Dagmar Hoppe, die alle nur Daggy nennen, auf den TSV Vellmar. Hoppe, die mit ihrer Mannschaft den Aufstieg in die Handball-Landesliga geschafft hatte, trainiert seit dieser Saison ihre älteste Tochter Jana (23), die von Oberligist Baunatal nach Körle gewechselt war.

Am Sonntag (17 Uhr, Sporthalle Guxhagen) kommt es zum Familienduell, denn bei Vellmar wirbelt deren Schwester Aileen auf Linksaußen. Es ist aber nicht nur ein Familienduell, sondern ein Schlager. Der Tabellenzweite Körle/Guxhagen empfängt den Spitzenreiter und Aufstiegsfavoriten aus Vellmar. Aber die zweifache Mutter unterstreicht: „Wir sind klarer Außenseiter.“

Noch sei die Stimmung im Hause Hoppe tiefenentspannt, wie die 48-Jährige sagt. Das könnte sich vielleicht ändern, wenn die 19-jährige Aileen in der Schlusssekunde den Siegtreffer für ihre Vellmarer Mannschaft werfen sollte. „Dann müsste ich mich erstmal eine Stunde lang beruhigen. Tja, und dann muss Aileen vielleicht per Anhalter nach Hause fahren“, sagt die Trainerin mit einem Augenzwinkern. Die Hoppes werden definitiv zusammen zum Spiel fahren - und nach dem Abpfiff wird der Verlierer geärgert. „Das wird aber nur zwei, drei Tage anhalten“, meint Rückraumspielerin Jana, die an der Uni Kassel Soziale Arbeit studiert.

Bislang behielt die ältere Schwester bei Duellen abseits des Handballparketts stets die Oberhand. Am Sonntag könnte es anders laufen. Auf dem Feld standen sich die beiden Schwestern bei einem Punktspiel nicht gegenüber. „Wir sind ja auch keine direkten Gegenspielerinnen“, sagt Aileen und legt nach: „Zum Glück! Denn auf dem Spielfeld habe ich Angst vor meiner Schwester.“ Wie bitte? „Jana kann nicht verlieren. Für 60 Minuten bin ich nicht ihre Schwester“, sagt die angehende Erzieherin.

Bleibt die Frage, wem drückt der Vater die Daumen? „Er ist da so neutral wie die Schweiz und schlägt sich auf die Seite der besseren Mannschaft“, sagt Jana. Vielleicht braucht sich Uwe Hoppe ja irgendwann nicht mehr zwischen seinen Töchtern entscheiden. „Eine Saison lang würde ich schon mit Jana zusammenspielen. Das kann aber noch ein wenig dauern“, so Aileen. Wichtig sei es jetzt, endlich einmal in einem Spiel gegen die große Schwester zu gewinnen und dabei auch die eigene Mutter zu ärgern.

Von Daniel Schneider

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