Frauenhandball: Wesertal kann Vier-Tore-Vorsprung der SHG noch ausgleichen

Landesliga-Derby ohne Sieger

Im heftig umkämpften Derby leisteten beide Teams konsequente Abwehrarbeit. Hier setzt sich Wesertals Anna Riedel trotzdem gegen Kathrin Riemer und Nadine Erger von Hofgeismar/Grebenstein durch. Foto: Löschner

Oedelsheim. Das Spiel hatte alles was ein echtes Derby braucht: eine voll besetzte Tribüne mit Fans, die lautstark mitgingen, zwei engagierte Teams, die keinen Zweikampf scheuten und einen Spielverlauf, der die Entscheidung bis zur letzten Sekunde offen ließ. Am Ende stand es in der Landesliga-Begegnung zwischen der HSG Wesertal und der SHG Hofgeismar/Grebenstein 23:23 unentschieden. Ein Resultat, mit dem beide Mannschaften gut leben können.

„Wir sind mit dem Spielverlauf und dem Punkt zufrieden“, sagte SHG-Trainer Edgar Schwank nach der Partie. „Wir wollten mit dieser Emotion in das Derby gehen und haben lange vorn gelegen. Dass Wesertal mehr Erfahrung hat, hat am Ende den Ausschlag gegeben.“ In der ersten Halbzeit überwog eine konsequente Abwehrarbeit beider Mannschaften, die zunächst wenig Tore zuließen und den Spielverlauf ausgeglichen gestalteten. Ab der 20. Minute mussten die Wesertalerinnen jedoch ständig einem Rückstand hinterherlaufen. Zur Pause stand es 12:10 für Hofgeismar/Grebenstein.

Mehrmals lag die SHG in der zweiten Hälfte mit vier Toren vorn, immer wieder konnte sich Wesertal zurück ins Spiel kämpfen. Torhüterin Christin Lange verhinderte in dieser Phase Schlimmeres. In den letzten zehn Minuten war es vor allem Joana Leibecke, die ihr Team mit fünf Toren bis zum 22:22 heranbrachte. Nadine Erger gelang zwei Minuten vor Schluss nochmals der Führungstreffer für die SHG, den Larissa Borchert auf Wesertaler Seite mit dem 23:23 parierte.

Bei einem Freiwurf seiner Mannschaft nahm Edgar Schwank 50 Sekunden vor der Schlusssirene nochmals eine Auszeit, die Ausführung von Alisa Paparella (mit einem Dutzend Treffern die erfolgreichste Werferin) brachte jedoch nicht den gewünschten Erfolg. Aber auch Joana Leibecke scheiterte mit dem letzten Wurf des Spiels. „Wir haben extrem gekämpft und hätten mit etwas Glück das Siegtor machen können“, sagte der Wesertaler Trainer Heinz Kornrumpf. Unzufrieden war er mit der Wurfausbeute seiner Spielerinnen: „Wir haben zu viele Chancen liegenlassen.“ Das lag auch an Annika Erbuth, der Torfrau von Hofgeismar/Grebenstein, die sich in der zweiten Hälfte zu Höchstform steigerte und zahlreiche Würfe der Wesertalerinnen abfing.

Wesertal: Lange, Henze, I. Riedel, Schilke, Borchert (1), Leibecke (6), Herbold (2), A. Riedel (6), Martin (1), Kranz (2), Mießen, T. Riedel (2), Stas (2). Hofgeismar/Grebenstein: Mander, Erbuth, Scholz, Rietsche (2)l, Kompa (2), Paparella (12), Riemer, Kaczor (2), Klapp, Sachse (2), Erger (2), Boland, Herbold

Von Markus Löschner

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