Handball-Landesliga Frauen

Die Mannschaft ist der Star: TSV Vellmar souveräner Meister und Oberliga-Aufsteiger

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Meisterjubel: Die Frauen des TSV Vellmar nach dem Sieg bei Wesertal mit (hinten von links) Lisa Springer, Natalie Paul, Farina Schmalz, Laura Springer, Steffi Lohr, Viviann Weinreich, Sophie Steiner, Sina Weinreich, Natalie Rull, Co-Trainer Christian Sutor, Celia Steyer, Trainer Andreas Paul, Vellmars Bürgermeister Manfred Ludewig, Betreuerin Carmen Gunkel, Aileen Hoppe, Lia Bender, (vorn) Physiotherapeutin Anka Weix (Health Motion), Jacqueline Stern, Leonie Homburg, Elisa Nolte, Johanna Scharff, Denise Müller, Alena Breiding und (vorn sitzend) Carina Petrovszki.

Vellmar. Mit nur einer Niederlage, zwei Unentschieden und 40:4 Punkten stehen die Handballerinnen des TSV Vellmar zum Abschluss der Saison in der Landesliga auf Rang eins und spielen in der kommenden Saison in der hessischen Oberliga. Und mit 705 Treffern erzielte man mit Abstand die meisten Treffer.

Den Grundstein für den Erfolg legten die Vellmarerinnen ohne Zweifel in ihrer Geschlossenheit. Alle ordneten sich dem Ziel Aufstieg unter, als Team, die Mannschaft war der Star.

Gar nicht immer einfach, wenn man einen Kader von 18 Spielerinnen hat, aber nur 14 auf den Spielberichtsbogen kommen. Doch genau das war einer der starken Punkte des TSV. Wer auch immer auf der Tribüne Platz nehmen musste, es gab kein Meckern, kein Hadern. Weil alle den Erfolg wollten und alle an einem Strang gezogen haben.

Dazu hatte man beim TSV Vellmar das Glück, in dieser Saison nicht von Verletzungen getroffen zu sein. Sicher gab es Ausfälle, aber man hatte immer mindestens 14 Spielerinnen zur Verfügung.

„In der Mannschaft hat die ganze Saison über ein guter Geist geherrscht“, sagt Trainer Andreas Paul. Der hat drei der Spielerinnen der heutigen Mannschaft schon zehn Jahre trainiert. Und Paul sieht auch im großen Zusammenhalt der Mannschaft den wohl größten Vorteil. Schwächen für die Landesliga wollte er nicht wirklich ausmachen. „Wir haben uns weiter entwickelt, in der Abwehr gesteigert und sind im Angriff variabler geworden. Und immer auf dem Boden geblieben.“

Celia Steyer, immer wieder für überraschende Tore gut, sieht auchz im Zusammenhalt der Mannschaft das große Plus. „Jeder hat für jeden gekämpft und wir haben zusammen gekämpft, wir waren wirklich ein Team“,, sagt die Eschwegerin. „Es hat immer Spaß gemacht.“ Steyer wird wohl in der nächsten Saison nicht mehr dabei sein, die ständige Fahrerei von Eschwege nach Vellmar wird ihr zu stressig. Aber sie fügt auch hinzu, „man soll niemals nie sagen“.

Natalie Paul sieht in der spielerischen Stärke und der Ausgeglichenheit des Kaders einen der Hauptgründe für den Erfolg. Und in der Größe des Kaders, so habe man immer gute Möglichkeiten zum Wechseln gehabt.

Und sicher darf man einen wichtigen Grund für den Erfolg nicht vergessen. Andreas Paul ist ein Trainer, der Handball lebt. Er hat aus der jungen Mannschaft um Routiniers wie Celia Steyer, Carina Petrovszki, Steffi Lohr und seiner Frau Natalie ein erfolgreiches Team geformt, das durchaus auch in der Oberliga bestehen kann.

Allerdings weiß man beim TSV Vellmar, dass man sich auch verstärken muss. Das ist eine Aufgabe, um die sich bereits die neue Trainerin Rocsana Negovan kümmert.

Von Peter Fritschler

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