Frauenhandball Hoof/Sand/Wolfhagen 37:27 in der Landesliga gegen Kellerkind Eintracht Baunatal

HSG muss hart um siebten Sieg kämpfen

Beste HSG-Werferin: Aileen Sule (rechts) erzielte beim 37:27 gegen Eintracht Baunatal neun Tore für Spitzenreiter Hoof/Sand/Wolfhagen. Foto:  Pfannkuche

Sand. Die Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen sind in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Eine Woche nach der Pleite in Fritzlar gewann das Team gegen GSV Eintracht Eintracht Baunatal mit 37:27 (18:17). Der Landesliga-Tabellenführer musste aber hart kämpfen, ehe der siebte Saisonsieg vor den knapp 60 Zuschauern in der Sander Halle perfekt war.

Die im Abstiegskampf steckenden Baunatalerinnen hielten zu Beginn der Partie gut mit. Dann, in der 20. Spielminute, gelang es den Vereinigten allerdings, sich auf vier Tore abzusetzen. „Da müssen wir dann einfach auch den Sack zumachen“, meinte HSG-Coach Chris Ludwig. Genau das tat sein Team aber nicht. So ließen sie es zu, dass der GSV immer wieder gefährlich nah kam und beinahe den Ausgleich erzielte.

Schuld daran war eine schwache Defensive der Gastgeberinnen. „Wir haben zu oft zugeschaut“, kritisierte Ludwig. Außerdem seien seine Spielerinnen in der Offensive zu harmlos gewesen. Für den GSV lief es hingegen in der ersten Hälfte sehr gut. Stärkste Torschützin bei Baunatal war Julia Waschinger, die insgesamt zwölfmal erfolgreich abschloss. „Wir haben gut verteidigt. Die Tore der Vereinigten kamen fast nur über Tempogegenstöße zustande,“ lobte GSV-Trainerin Susanne Bachmann. Somit war zur Halbzeitpause für beide Teams noch alles offen.

Allerdings sollte es für Baunatal in den zweiten 30 Minuten schwieriger werden: Ludwig hatte seiner Mannschaft in der Pause eingeheizt. Zudem machte der Torwartwechsel der Vereinigten den Gästen zu schaffen. Stand in Durchgang eins Natalie Weinrich zwischen den Pfosten, hütetet die erfahrene Malgorzata Rodziewicz nach Pause den Kasten. „Vor ihr hatten wir großen Respekt“, kommentierte Bachmann.

Die HSG zeigte sich nun überlegen, nutzte die konditionellen Schwächen und den Konzentrationsmangel der Eintracht. Mehr und mehr bauten sie ihre Führung aus, sodass sie in der 53. Spielminute erstmals eine 10-Tore-Führung vorzuweisen hatten. Aileen Sule traf dabei gleich neunmal. „Uns hat einfach noch das körperbetonte Spiel gefehlt“, analysierte Bachmann, „und gegen einen sehr ballorientierten Gegner haben wir auch zu viele technische Fehler gemacht.“

Aus diesem Tief kam das Schlusslicht nicht mehr heraus. Die Gäste mussten sich schließlich mit 27:37 geschlagen geben.

Trotz des klaren Sieges war Ludwig mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden. „Wir standen auf der Bremse, haben nur 75 Prozent gegeben, da ist mehr drin. Nächste Woche gegen Großen-Lüder/Hainzell muss das anders laufen.“

Hoof/Sand/Wolfhagen:

Weinrich, Rodzewicz - Ludwig, Ritter, Lubach 7, Haupt 5, von Dalwig 5, Schmalz 2, Willer, Frankfurth 3, Engelbrecht 2, Sule 9, Neurath 3, Helmer 1.

GSV Eintracht Baunatal: Franke, Stockschläder 4, Sonnenschein 2, Krause, Führer, Brethauer, Penner 2, Kalisz 1, Israel 4, Mumberg, Weishaar, Bär 2, Waschinger 12.

Von Isabel Pfannkuche

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