Handball-Landesliga: Aufsteiger FSG Waldhessen zahlt bei Wesertal Lehrgeld

Nach 1:9-Rückstand gefangen

Durchsetzungsstark: Neuzugang Alina Braun sucht den direkten Weg zum Tor. Gegen Wesertal traf sie fünfmal. Foto: Walger

Oedelsheim. Die Rückkehr der FSG Waldhessen in die Frauen-Handball-Landesliga führte gleich zum ersten und weitesten Auswärtsspiel in dieser Runde.

Die Begegnung gegen die als äußerst heimstark bekannte HSG Wesertal ging 20:24 (9:17) verloren.

Eine Saison dauerte die Zwischenstation Bezirksoberliga für die Frauenspielgemeinschaft aus Waldhessen, die sich aus den Stammvereinen Rotenburg, Lispenhausen und Bebra zusammensetzt. Voller Vorfreude und Tatendrang trat das Team den Weg nach Oedelsheim an, wo die HSG Wesertal ihre Heimspiele austrägt. 

Harte Landung

Nach nur wenigen Minuten Spielzeit waren die FSGlerinnen angekommen im harten Liga-Alltag. Ehe sie sich versahen, lagen sie 1:9 zurück. „Wir konnten unsere Anfangsidee des Spieles einfach nicht umsetzen und mussten in den ersten Minuten Lehrgeld bezahlen. Nach 20 Minuten sind wir dann aufgewacht und hatten endlich eine Formation zum Gegenhalten gefunden“, bilanzierte FSG-Trainer Jonggi Pasaribu nach dem Spiel.

Er baute seine Mannschaft um, und diese Umstellungen trugen allmählich Früchte. Die Waldhessinnen erzielten jetzt selbst Tore und sorgten dafür, dass ihr Rückstand bis zur Pause nicht weiter wuchs. 

Aufholjagd

Die Gastgeberinnen schickten nicht mehr ihre stärkste Sieben aufs Spielfeld. Einige Stammspielerinnen durften sich auf der Bank erholen. Langsam, aber sicher holten die Spielerinnen von Pasaribu Tor um Tor auf.

Beim Spielstand von 21:18 konnten sie erstmals auf drei Tore verkürzen. Dies entging auch den Verantwortlichen der HSG Wesertal nicht. Sie beorderten schnell wieder ihre Anfangsformation aufs Parkett. 

Bilanz

Pasaribu bemerkte dazu nach dem Abpfiff: „Beim Stand von 18:21 waren wir kämpferisch mitten im Spiel und haben gespürt, dass Wesertal nicht ganz so souverän auftreten konnte wie im ersten Spielabschnitt. Unser Gegner musste seine komplette erste Garnitur bringen, um nicht noch in die Bredouille zu kommen. Ich bin mit dem kämpferischen Reaktion meiner Mannschaft zufrieden.“

In den letzten Spielminuten vergrößerte die HSG ihren Vorsprung nur noch um ein Tor. Die Schlusssirene ertönte beim Stand von 20:24.

Ausblick

Nach der Begegnung zog Trainer Pasaribu ein in die Zukunft gerichtetes Fazit: „Wesertal ist für uns kein Gradmesser gewesen. Es wäre tatsächlich vermessen gewesen, wenn wir mit einem Auswärtssieg kalkuliert hätten. Auf viele Phasen in unserem Spiel können wir aufbauen und voller Ehrgeiz und Mut auf die nächsten Spiele blicken.“

FSG Waldhessen: Bähr, Weidemann - Reimuth (2), Rollmann, Werner (6), Drewer, Denk, Mäusgeier, Pippert (1), Braun (5), Niebuhr (3), Krestel (3/3)

Von Tomas Pankiewicz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.