Frauenhandball: Nicht mit Ruhm bekleckert

Hoof/Sand/ Wolfhagen überzeugt trotz Sieg über Eschwege nicht

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Stark im Tor: Malgorzata Rodzievicz von Hoof/Sand/Wolfhagen zeigte erneut starke Paraden. Ihre Abwürfe fanden aber diesmal nicht immer eine Mitspielerin.

Hoof. Die HSG Hoof/Sand/Wolfhagen feierte mit dem klaren 29:23 (15:11)-Heimsieg über ihren Lieblingsgegner Eschweger TSV ihren dritten Sieg in Folge und kann sich in der Frauenhandball-Landesliga nun eher nach oben orientieren.

Trotz dieses Erfolges zeigte sich HSG-Betreuer Bernd Oberbeck mit der Leistung seiner Mannschaft keineswegs zufrieden: „Wir haben mit diesem Sieg unsere Pflicht erfüllt. Vom Spiel haben wir uns aber eher dem Gegner angepasst. Offenbar hat uns der Besuch am Freitag auf dem Weihnachtsmarkt in Kassel nicht gutgetan.“

Gegen einen schwachen Gegner taten sich die Gastgeberinnen unnötig schwer, weil sie einmal mehr zu viele Chancen liegen ließen und die mit Abstand beste Eschweger Spielerin, Marie-Katrin Herwig, einfach nicht in den Griff bekamen. Die ETSV-Rückraumspielerin kam am Ende auf insgesamt elf Tore. Dabei war die erste Hälfte noch die etwas bessere Hälfte, in der von sechs Tempogegenstößen zumindest noch sechs verwandelt werden konnten. Nach einer 4:3-Führung baute die HSG ihren Vorsprung in der 13. Minute auf drei Tore aus. Dieser Vorsprung blieb bis kurz vor der Halbzeitpause bestehen, bevor die HSG ihre Führung noch auf vier Tore ausbaute.

Nach der Pause bauten die Gastgeberinnen ihre Führung über 19:12 bis auf 23:15 aus. Das Spiel der HSG war jedoch weiterhin alles andere als überzeugend.

Die Fehlerquote stieg sogar noch an und Eschwege verkürzte sogar auf drei Tore, bevor die HSG in den Schlussminuten wieder auf sechs Tore davonzog. Bezeichnend für das fehlerhafte Spiel war die mangelhafte Quote von nur noch zwei von sechs verwandelten Tempogegenstößen.

In Normalform zeigten sich nur Hanna von Dalwig und Jana Larbig, die ihre Chancen von Außen nutzten sowie mit Abstrichen noch Lea Willer, die in der Abwehr überzeugende Larissa Lubach und die kämpferisch engagierte Annika Neurath. Die sonst so zuverlässige Malgorzata Rodziewicz trug zwar mit ihren Paraden zum sicheren Sieg bei, doch gingen ihre weiten Pässe diesmal häufig ins Leere.

Hoof/Sand/Wolfhagen: Rodziewicz (1.-38., 50.-60.), Clobes (38.-50.) – Sule (6), Engelbrecht (1), Bauch (1/1), von Dalwig (7/1), Neurath (1), Ritter, Wietis (2), Larbig (7), Lubach, Willer (4), Haupt, Uthof.

Spielverlauf: 1:1 (4.), 4.3 (8.), 8:5 (13.), 11:8 (24.), 13:10 (27.), 19:12 (35.), 23:15 (38.), 25:22 (56.), 29:23 (60.). (zmw)

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