Was war denn da los? GSV-Handballerinnen 22:23 nach 22:17

Peinliche Schlussphase für den GSV Eintracht Baunatal

Baunatal. In der 53. Minute führten die Handballerinnen des GSV Eintracht Baunatal, gegen den Vorletzten FSG Waldhessen mit 22:17. Am Ende verloren sie 22:23.

Lange lag Baunatal vorn. Nach 15 Minuten bereits 10:3. Spätestens als Christin Schäfer-Kathe zum 22:17 traf, schien die Entscheidung gefallen. Doch plötzlich rafften sich die vom früheren Eintracht-Spieler Jonggi Pasaribu trainierten, zuvor erst zweimal siegreichen Gäste auf. Ihnen gelang alles, dem Spitzenreiter nichts mehr. Sechs Gegentore musste der GSV hinnehmen und stand schließlich zum zweiten mal in Folge mit leeren Händen da.

„Eine tiefere Erklärung gibt es für den Einbruch nicht. Wir haben das Handballspielen eingestellt“, schildert GSV-Betreuer Achim Huy das Geschehen. Technische Fehler, Fehlabgaben und Fehlwürfe hätten sich gehäuft, und die FSG nutzte diese aus.

Niemand bei der Eintracht, die auf Katja Gerbig, Jacqueline Hahn, Melina Kelterborn und Laura Israel verzichten musste, vermochte der Partie nun noch seinen Stempel aufzudrücken und die Wende zu initiieren. „Eine Einzelne wäre damit auch überfordert gewesen“, bemerkte Huy, der eventuell schwindende Kräfte bei der nur zu zehnt angetretenen Eintracht nicht als Entschuldigung anführen mochte: „So anstrengend war das Spiel eigentlich nicht.“

Machtlos: GSV-Torfrau Luisa Fischmann.

Nur Torhüterin Luisa Fischmann, Selina Schneider mit zehn Toren und Emel Hoscan (5) erreichten beim GSV Normalform. Ohnmächtig war auch Trainer Gintas Malakauskas. Mit einer Auszeit (56.) versuchte er zu retten, was zu retten war. Das haute nicht hin, stattdessen wirkten die Gäste danach noch selbstbewusster.

An eine mögliche Niederlage hatte die Eintracht zuvor keinen Gedanken verschwendet. Und die Gäste anscheinend nicht an einen Sieg. „Sie haben vorher noch scherzhaft gefragt, ob wir ihnen die Punkte nicht schenken wollen, weil sie die im Abstiegskampf dringend bräuchten“, erinnert sich Huy. Dass sie die Zähler schließlich erkämpfen würden, kam, auch angesichts der 14:31-Niederlage im Hinspiel, reichlich unerwartet.

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