Handball-Landesliga Frauen: Starke FSG Waldhessen bricht in der Schlussphase ein

Punkt nur knapp verpasst

Sie hatte einen Sahnetag erwischt: Aber auch die 13 Treffer von Anette Richter reichten der FSG Waldhessen nicht, um dem Titelkandidaten Wesertal einen Punkt abzuknöpfen. Foto: Walger

Rotenburg. Trotz einer ganz starken ersten Halbzeit unterlagen die Landesliga-Handballerinnen der FSG Waldhessen in eigener Halle dem Titelaspiranten HSG Wesertal am Ende etwas unglücklich 33:37 (18:16). In der 55. Minute hatten sie noch knapp mit 33:32 die Nase vorn gehabt. Gerade der erste Durchgang dieses torreichen Spiels sollte dem Team von FSG-Trainer Jonggi Pasaribu Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen.

Die Gastgeberinnen begannen sehr konzentriert und führten nach vier Minuten schon 3:0. Danach gingen sie in der Abwehr so aggressiv zur Sache, dass die gefürchteten Rückraumschützinnen aus Wesertal zunächst nicht wie gewohnt zur Entfaltung kamen. Bis zum Zwischenstand von 8:5 hatte die in diesem Spiel überragende Anette Richter bereits fünfmal für den Aufsteiger eingenetzt.

Obwohl das Spiel der Gäste bald flüssiger wirkte, erkämpfte sich die FSG durch feine Einzelaktionen, Tempogegenstößen und gelungene Anspiele an den Kreis bis zur 27. Minute einen 14:12-Vorsprung. Dieser Abstand hatte auch zur Pause beim 18:16 Bestand.

Mit zwei schnellen Treffern aus dem Rückraum glich die HSG kurz nach dem Seitenwechsel aus. Jetzt wurde das Spiel hektischer. Die Zahl der Zeitstrafen stieg, die Gäste kassierten sogar eine Rote Karte.

Zwischen der 33. und 38. Minute musste die FSG dann verletzungsbedingt auf Marina Weyrather verzichten, was die Gäste zu ihrer ersten Führung nutzten (21:22, 35.).

Ab diesem Zeitpunkt lief die FSG ständig einem Rückstand hinterher und musste bei doppelter Unterzahl weitere Gegentreffer schlucken. Mit Glück und Geschick schaffte sie aber beim 29:29 wieder den Gleichstand. Und es sollte noch besser kommen. In der 52. Minute schienen Richter & Co. beim Stand von 32:30 auf dem besten Weg zu einer dicken Überraschung.

Körperliche Vorteile

Doch nun warfen die robusteren Wesertalerinnen ihre körperlichen Vorteile in die Waagschale. Sie gestatteten der FSG nur noch ein Tor und erzielten selbst sieben. FSG-Coach Jonggi Pasaribu wusste, worauf dieser Einbruch in den Schlussminuten zurückzuführen ist: „Unsere Spielerdecke ist einfach zu dünn. Besonders im Rückraum macht sich das bemerkbar. Hinzu kommt, dass das Team noch unerfahren ist, was sich bei knappen Spielständen negativ auswirkt.“ Er hielt aber auch fest: „Das war ein sehr gutes Spiel meines jungen Teams, auf dem wir aufbauen können.“

Der überragenden Spielerin auf dem Feld, Anette Richter, gelangen 13 Tore. Und trotzdem stand sie mit ihren Kolleginnen wieder mit leeren Händen da. „Die Stimmung im Team ist eigentlich gut“, sagte sie, „bei so vielen Niederlagen fehlte uns aber natürlich das Selbstvertrauen.“

FSG Waldhessen: Weidemann, Bähr - Sitzmann, Eidam (5), Weyrather (2), Geyer (2), Richter (13/2), Sandrock (5), Mausgeier (1), Wehr (1), Niebuhr (4)

SR: Lange/Schotte (MT Melsungen); Zuschauer: 100

Von Burghard Hauptmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.