Sieg gegen müden Gegner

Frauenhandball: Hoof/Sand/Wolfhagen gewinnt auch bei Waldhessen

+
Erfolgreichste Werferin: Larissa Lubach traf zehnmal für die HSG Hoof/Sand/Wolfhagen. 

Wolfhagen. Geradezu unbesiegbar scheinen die Handballfrauen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen derzeit in der Landesliga Nord zu sein: Am Samstag fuhren sie mit einem 29:33 (13:15) in Waldhessen den dritten Sieg im dritten Spiel ein.

„Es lief gut für uns“, sagt Trainer Chris Ludwig. Das kann man wohl so sagen, denn die HSG ging schnell in Führung, baute sie koninuierlich aus und hielt so den Gegner immer auf Distanz. In der 43. Minute kam es sogar zu einer Sieben-Tore-Führung (19:26). Der Sieg war so nie in Gefahr, auch dank einer vor allem in der ersten Halbzeit sehr stabilen Abwehr.

Spielerinnen wie Hanna von Dalwig und Eileen Sule zeigten vor dem Tor Glanzleistungen: Sie trafen jeweils siebenmal. Für Larissa Lubach klingelte es sogar zehnmal. Der ausschlaggebende Punkt für den Torerfolg war das Tempo, analysierte Ludwig. Die HSG zeichnete sich durch schnelle Ballannahme und Bewegung und durch starkes Spiel über den Rückraum und die Flügel aus.

Im Tor stellte Ludwig diesmal um. „Ich wollte Malgorzata Rodziewicz eine Pause gönnen“, erklärt er, „Natalie Weinrich und Laura Clobes haben ein tolles Spiel zwischen den Pfosten gemacht und alles gehalten, was sie halten mussten!“

Nicht zuletzt war auch ein Funke Glück am Erfolg der HSG beteiligt. Die Heimmannschaft war nicht gut aufgestellt. Sie betrat die Halle mit nur acht Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen. So musste selbst Trainerin Simone Larsen Poulsen die Handballschuhe schnüren und mitspielen. Dabei war sie neben Anette Lusky und Johanna Drewer eine der torgefährlichsten Spielerinnen. Fünfmal traf die ehemalige Drittliga-Spielerin für die FSG Waldhessen. Wie im Vorfeld erwartet, war auch Lusky stark vor dem Kasten: Sechs Treffer waren das Resultat.

Die personelle Schwäche der Gastgeberinnen machte sich aber im Verlauf des Spiels immer stärker bemerkbar: Ihnen fehlte es an Auswechselmöglichkeiten, was sich auf Kondition und Konzentration neiderschlug. Die nachlassende Ausdauer der Gegnerinnen wusste die HSG zu nutzen. „Leider ist das erwartete hitzige Duell ausgeblieben“, bedauert Ludwig, dass der Gegner am Ende doch sehr müde wirkte.

Die Freude über die Tabellenführung trübte das nicht. Sechs Punkte aus drei Spielen – das hat neben Hoof/Sand/Wolfhagen nur der TSV Wollrode aufzuweisen. „Wir spielen momentan auf einem hohen Niveau, wir können nicht viel besser machen“, sagt Ludwig. In dieser Form stehe sein Team zurecht oben, sagt er. Aber der Trainer weiß auch: „Von einem Platz an der Tabellenspitze am Ende der Saison trennt uns noch ein langer Weg.“ 19 Spiele, um genau zu sein.

HSG Hoof/Sand/Wolfhagen: Weinrich, Clobes - Ludwig, Ritter, Lubach 10, Haupt, von Dalwig 7, Schmalz 5, Willer 2, Frankfurth, Engelbrecht, Sule 7, Neurath 2, Helmer.

Tore Waldhessen: Reimuth 4, Drewer 8, Denk 2, Lusky 6, Poulsen 5, Krestel 4.

Schiedsrichter: Dietrich/Janisch (zis)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.