Fragen und Antworten zum ersten Punktverlust der Landesliga-Handballerinnen in eigener Halle

Spitzenreiter spielt nur remis

Sichere Siebenmeterschützin: Annika Neurath verwandelte sechs Strafwürfe für Hoof/Sand/Wolfhagen. Zum Sieg reichte es dennoch nicht. Foto: Sommerlade

Hoof. Jetzt hat es Landesligist HSG Hoof /Sand/Wolfhagen auch in eigener Halle erwischt: Gegen die HSG Twistetal gab es beim 32:32 (19:15) in der Schauenburghalle in Hoof für den Spitzenreiter den ersten Punktverlust in einem Heimspiel. Fragen und Antworten zu einer an Spannung kaum zu überbietenden Partie.

? Wie starteten die Gastgeberinnen in das Spiel gegen den Tabellenfünften?

!Die Sieben von Trainer Chris Ludwig fand nicht gut ins Spiel und lag nach wenigen Minuten mit 2:5 hinten. Gegen eine Gästemannschaft, die von Beginn an ganz offensichtlichen Kampfeswillen und ein gutes Rückzugsverhalten an den Tag legte. 20 Minuten brauchte der Tabellenfrührer, bis er sich auf die Spielweise der Twistetaler eingestellt hatte. Dann waren es unter anderem Larissa Lubach, Annika Neurath, Lea Willer und Hanna von Dalwig, die mit ihren Treffern zum komfortablen 19:15-Pausenvorsprung beitrugen.

?Wann hatte der Tabellenführer seine stärkste Phase?

!Stark war der Spitzenreiter nach Wiederanpfiff. Die Gastgeberinnen begannen nach dem Pausenpfiff so stark, wie sie zuvor aufgehört hatten: Angetrieben wurden sie dabei von der erneut überragenden Torhüterin Malgorzata Rodziewicz, die nicht nur zahlreiche Gästewürfe parierte, sondern auch postwendend Tempogegenstöße einleitete, indem sie ihre Mitspielerin zentimetergenau bediente. Auch jenseits der ersten und zweiten Welle überzeugten die Gastgeberinnen mit gut kreierten Laufwegen, schnellem Spiel und sicheren Pässen und erspielten sich bis zur 40. Minute eine 23:17-Führung. In dieser Phase hatten wohl viele der rund 150 Zuschauer in der Hoofer Halle den Sieg für die Vereinigten in trockenen Tüchern gewähnt.

?Welches waren kritische Szenen und ab wann kam die Wende im Spiel?

!Unruhig wurde es ab der 45. Minute, als die Gäste durch ihre stark aufspielende Rückraumschützin Janina Winkler auf ein Tor herankamen. Ab diesem Zeitpunkt erhielt die 13-fache Torschützin dann eine Sonderbewachung. Eine Maßnahme, die zunächst Erfolg zeigte, konnten die Gastgeberinnen doch erneut auf 29:25 davonziehen. Kritisch wurde es zunächst nach einigen umstrittenen Zeitstrafen und schließlich in den Schlussminuten, als die Vereinigten ihre Angriffe zu schnell und unkonzentriert abschlossen und damit die gegnerische Torfrau stärkten. Bis acht Sekunden vor Schluss führten die Gastgeberinnen hauchdünn mit 32:31 Nach der in dieser Phase genommenen Auszeit passierte, was nicht passieren sollte: Obwohl Hoof/Sand/Wolfhagen im Ballbesitz war, gelang es der Ludwig-Sieben nicht, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Stattdessen fingen die Gäste den Pass von Annika Neurath ab und starteten zum Tempogegenstoß. Den daraus resultierenden Strafwurf verwandelte erneut Janina Winkler.

?Wie reagierten die beiden Trainer?

Vorübergehende Sprachlosigkeit herrschte auf beiden Seiten. Bei Gästecoach Henning Scheele aufgrund von rührender Freude („Das war ein super Kampf, mein Team hat nie aufgegeben“), bei den Gastgebern wohl vor Enttäuschung. HSG-Coach Chris Ludwig wollte seiner Mannschaft indes keinen Vorwurf machen. „Schade, dass wir den Punkt verloren haben. Aber das ist kein Beinbruch. Alle haben gekämpft bis zur letzten Minute“, resümierte er. „Vielleicht war das jetzt auch ein Dämpfer zur rechten Zeit.“

? Gibt es schon neue Erkenntnisse hinsichtlich des Aufstiegs?

!Während sich die HSG-Fans die Köpfe über den möglichen Aufstieg in die Oberliga heiß reden, hält sich Trainer Chris Ludwig weiterhin bedeckt. Internes Ziel sei es, Meister zu werden. Alles Weitere werde man rechtzeitig entscheiden. Derzeit könne noch keine Aussage getroffen werden.

HSG: Rodziewicz (Tor), Ritter, Lubach 5, Haupt, von Dalwig 10/1, Schmalz 4, Willer 2, Frankfurth, Engelbrecht, Sule 3, Neurath 8/6.

Von Martina Sommerlade

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