Ein Ständchen für die Torfrau

HSG-Fans feiern 39:26-Sieg über Waldhessen und Malgorzata Rodziewicz

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Mittendrin: Die Handballerinnen von Hoof/Sand/Wolfhagen feiern ihre Torhüterin Malgorzata Rodziewicz.

Sand. Malgorzata Rodziewicz machte sich selbst das schönste Geburtstagsgeschenk. Die Torhüterin der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen, die am Sonntag 42 Jahre alt wurde, hatte großen Anteil am 39:26 (21:12)-Sieg der Landesliga-Handballerinnen im Heimspiel gegen die FSG Waldhessen.

In der ersten Halbzeit zeigte sie sich zwischen den Pfosten von ihrer besten Seite und brachte ihre Gegenüber mit tollen Paraden schier zur Verzweiflung. Aber nicht nur das: Mit hohen und weiten Bällen leitete Rodziewicz einige Tempogegenstöße ein, die ihre Mitspielerinnen zumeist verwerteten. Rund 100 Zuschauer in der Sander Halle klatschten Beifall, sie waren schier aus dem Häuschen.

Aber auch Natalie Weinrich, die in der zweiten Hälfte im HSG-Kasten stand, hielt, was zu halten war. Sie gewann mit jedem parierten Ball mehr Selbstvertrauen.

Auf der anderen Seite sorgte hingegen höchstens ein Loch im Tornetz für Aufregung. Larissa Lubach hatte den Ball kurz vor der Pause in den gegnerischen Kasten befördert, dieser flog aber weiter in Richtung Hallenwand. Waldhessens Torfrau Bianca Bähr hatte einen unregulären Treffer gesehen, die Schiedsrichter aber entschieden nach Begutachtung des Netzes auf Tor für die Vereinigten.

HSG-Coach Chris Ludwig legte mit einer Rolle Kreppband selbst Hand an und flickte die undichte Stelle.

Der Spitzenreiter setzte den Tabellenneunten von Beginn an unter Druck und erarbeitete sich schnell einen Vorsprung. Viel Gefahr ging von Anna-Lena Schmalz aus, deren Einsatz wegen Hüftproblemen unsicher war. Aber auch Eileen Sule, mit 13 Toren beste Werferin, war nur schwer zu bremsen. Waldhessen steckte zu keinem Zeitpunkt auf, kämpfte bis zum Ende und bestrafte nahezu jeden Fehler der Vereinigten.

In der zweiten Hälfte machte sich beim Gast ein Kräfteverschleiß bemerkbar. Waldhessen trat wie schon im Hinspiel mit einem kleinen Kader an. Trainerin Simone Larsen Poulsen musste wieder ran und erzielte fünf Treffer. Noch wohler fühlte sich Anette Lusky inmitten der HSG-Abwehr, sie fädelte sich elfmal durch.

Ludwig war mit den Abwehrleistungen seines Teams dennoch zufrieden: „Der Sieg geht voll in Ordnung. Wir hatten Spiel und Gegner zumeist im Griff.“ Happy war der HSG-Coach auch mit den Vorstellungen in der Offensive, wenngleich er zu Protokoll gab: „Man hat den Mädels angesehen, dass es ihnen bei einem Blick auf die Anzeigetafel schwer fiel, sich zu konzentrieren.“ Zu klar sei der Vorsprung gewesen.

Sichtlich gerührt zeigte sich Rodziewicz nach der Begegnung. Ihre Mitspielerinnen nahmen sie in ihre Mitte und sangen gemeinsam mit den HSG-Fans ein Geburtstagsständchen. Die Torhüterin bedankte sich dafür mit reichlich Sekt und Waffeln.

HSG: Weinrich, Rodziewicz - Ludwig, Ritter 1, Lubach 7, Haupt 1, von Dalwig 3, Schmalz 7, Willer 2, Frankfurth 3, Engelbrecht, Sule 13, Neurath 2, Helmer.

Tore Waldhessen: Niebuhr 4, Hollstein 4, Lusky 11, Denk 2, Poulsen 5.

Von Isabel Pfannkuche

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