Die FSG Rotenburg: Ein Team mit zwei Gesichtern

Ärgerlich: Kurz vor Spielschluss verletzte sich FSG-Torfrau Laura Weidemann schwer. Das passte ins Bild des insgesamt unerfreulichen Auftritts der Waldhessinnen in Eschwege. Foto: Walger

Eschwege. 20 Minuten stark, 40 Minuten schwach - da ist es kein Wunder, dass die Landesliga-Handballerinnen von FSG-Trainer Jonggi Pasaribu in Eschwege leer ausgingen. Mit einer enttäuschenden 22:29 (11:13)-Auswärtsniederlage beim Eschweger TSV im Gepäck mussten die Gäste ihre Heimfahrt antreten.

Es war ein Spiel, in dem das Team von Coach Jonggi Passaribu abermals zwei Gesichter zeigte.

Das erste hatte ihm gefallen. In den ersten 20 Minuten warteten die Gäste mit intelligenten Spielzügen, mit bestens abgestimmten Pass- und Laufwegen auf. Zudem bewahrten sie stets die Ruhe und spielten ihre Angriffe konsequent bis zum Abschluss aus. Auch in der Abwehr kamen sie immer wieder zu leichten Ballgewinnen. Torerfolge waren die logische Folge. Nach 20 Minuten führte die FSG mit 8:6.

Nun stellten die Eschwegerinnen ihre Deckung um und agierten ein bisschen offensiver. Diese Variante schmeckte der FSG überhaupt nicht. Prompt war nun ihr zweites Gesicht zu sehen.

Fehler schleichen sich ein

Plötzlich spielten die Waldhessinnen nicht mehr zielstrebig in Richtung gegnerisches Tor. Pass- und Fangfehler schlichen sich ein, die dem ETSV das Leben leicht machten. Der hatte zur Pause das Spiel gedreht und führte mit 13:11.

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste geendet hatte. Die Eschwegerinnen konnten immer wieder leichte Tore durch Tempogegenstöße erzielen und zogen auf 19:13 davon. Am Ende hatten die Gastgeberinnen zwölf Kontertreffer erzielt. Zwar konnte die FSG zwischenzeitlich auf 19:16 (40.) verkürzen. Doch diese Phase sollte sich als Strohfeuer entpuppen. Bald gab es wieder hängende Köpfe bei den Gästen.

Die bäumten sich nicht mehr auf gegen die sich abzeichnende Niederlage. Ab der 20. Minute boten sie einen mut- und kraftlosen Auftritt. Passend zu diesem unerfreulichen Spiel verletzte sich Torfrau Laura Weidemann in der letzten Minute der Partie schwer.

Jonggi Pasaribu nahm nach der Begegnung kein Blatt vor den Mund und stellte sichtlich erschrocken fest: „Das war heute ein deutlicher Rückschritt in unserer Entwicklung. Eschwege hat uns mit einer einfachen Taktikänderung komplett aus dem Spiel genommen.“

Frustriert fügte er hinzu: „Ich kann mir absolut nicht erklären, warum meine Mannschaft heute kämpferisch gar nicht dagegenhalten konnte. Ich muss diesen Tag und unsere Leistung erst einmal verdauen.“

FSG Waldhessen: Weidemann, Breul - Richter (10/4), Eidam (2/1), Mäusgeier (2), Sitzmann (1), Droop (1), Weyrauther, Sandrock (2), Wehr (1), Geyer (3/1).

Von Tomas Pankiewicz

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