Landesliga-Bilanz: Wollrode offensiv schwach - Weiß und Hoppe als Torgaranten

Top-Neuzugänge für SVG

Kein Durchkommen: Körle/Guxhagens Wiebke Hungerland (am Ball) wird in dieser Szene von den Fritzlarerinnen Sarah Oschmann (links) und Lorena Lorenz (rechts) gestoppt. Foto: Kasiewicz

Schwalm-Eder. Mit einer überragenden Rückrunde sicherte sich der SV Germania Fritzlar II die Vizemeisterschaft in der Handball-Landesliga. Während Aufsteiger Körle/Guxhagen den dritten Platz belegte, steigt der TSV Wollrode in die Bezirksoberliga ab.

Germania Fritzlar II

„Was die Mannschaft in der Rückrunde geleistet hat, ist der absolute Wahnsinn“, fand SVG-Trainerin Viktoria Marquardt, deren Team nach der 35:36-Niederlage gegen Körle im November kein Spiel mehr verlor.

Spielmacherin Lorena Lorenz entwickelte Führungsqualitäten, während Lea Gürbig ihr Tor phasenweise vernagelte. Und im Rückraum entwickelten sich die Neuzugänge Sarah Oschmann und Charline Maier zu absoluten Leistungsträgerinnen. Zentraler Trumpf war jedoch die 6:0-Deckung um Abwehrspezialistin Julia-Marie Hofmann. Im Schnitt kassierte die Germania nur 24 Gegentore - Ligabestwert.

Für die neue Saison stehen einige Veränderungen an. Lorenz wird in das Drittliga-Team aufsteigen. Und auch Lea Gürbig soll für die erste Mannschaft als Stand-by-Spielerin bereitstehen. Zudem verlässt Tatjana Ringleb (Ziel unbekannt) die Domstädterinnen. Mit Torhüterin Carolin Alheit und der starken Linkshänderin Lena Höhne (beide Tuspo Waldau) sowie Torhüterin Josephine Lerch und der Halbrechten Nina Albus (beide Bad Wildungen) hat Marquardt exzellente Neuzugänge an Bord. Dazu kommt noch Kreisläuferin Franziska Werner von der HSG Baunatal. Genug Potential also, um kommende Saison um die Meisterschaft mitzuspielen.

FSG Körle/Guxhagen

Von einer „supergeilen Leistung“ sprach FSG-Trainerin Dagmar Hoppe angesichts des dritten Tabellenplatzes. Zudem sind die Guxhagenerinnen die einzige Mannschaft, die Meister TSV Vellmar eine Niederlage zufügen konnte (30:29). Aber angesichts einer Verletztenmisere verlor die Hoppe-Sieben im Dezember mehrmals und schied so bereits früh aus dem Titelkampf aus.

Die Stärke des Aufsteigers war vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit. Daneben verfügte das Team mit Spielmacherin Jana Hoppe und der wurfgewaltigen Sabrina Weiß über exzellente Einzelspielerinnen.

Auch in der kommenden Saison ist mit der FSG zu rechnen. So wurde Hinnerk Hrdina als Nachfolger für das scheidende Trainerduo Dagmar Hoppe/Anja Sonneborn verpflichtet. Dazu wird Rechtsaußen Natalie Lohrbach vom Landesliga-Absteiger Wollrode die FSG verstärken. Während der Saison hatte sich bereits Rückraumspielerin Katharina Hintze (zuletzt SG 09 Kirchhof II) den FSG-Handballerinnen angeschlossen.

TSV Wollrode

Schon der Saisonstart ließ nichts Gutes erahnen. Fünf Niederlagen kassierten die Blau-Weißen, bevor ihnen im November gegen Aufsteiger HSG Lohfelden/Vollmarshausen der erste Punktgewinn gelang.

Besonders im Angriff präsentierte sich das Team von Trainer Zoltan Bartalos zu harmlos. Häufig lag die Verantwortung allein beim Rückraumtrio Lena Fehr, Laura Klipp und Svenja Lachnit. Neuzugang Janina Friedrich, die während der Saison aus Kirchhof zum TSV wechselte, belebte die Offensive zwar, konnte den Abstieg aber nicht mehr verhindern.

In den entscheidenden Partien gegen Waldau und Lohfelden ließen die Blau-Weißen, die auch kommende Saison von Bartalos trainiert werden, zudem die nötige Einstellung vermissen.

Von Marcel Glaser

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