War es das für Vellmar?

Hoof/Sand/Wolfhagen gewinnt Spitzenspiel beim TSV Vellmar mit 32:28

Das Tor im Blick: Vellmars Nathalie Rull (am Ball) setzt sich in dieser Szene energisch gegen Hoof/Sand/Wolfhagens Annika Neurath durch und wirft aufs Tor. 
+
Das Tor im Blick: Vellmars Nathalie Rull (am Ball) setzt sich in dieser Szene energisch gegen Hoof/Sand/Wolfhagens Annika Neurath durch und wirft aufs Tor. 

Vellmar. War das die Vorentscheidung im Titelrennen? Der TSV Vellmar hat das Topspiel gegen den Tabellenführer HSG Hoof/Sand/Wolfhagen 28:32 (14:14) verloren.

Rein rechnerisch ist der erste Platz und der damit verbundene Aufstieg in die Oberliga zwar nun immer noch drin. Aber ob sich die HSG jetzt noch vom Thron stoßen lässt, erscheint mehr als fraglich.

Nach der Schlusssirene verschwanden die Vellmarerinnen schnell in der Kabine. Die Gäste ließen sich in der Zwischenzeit von ihrem mitgereisten Anhang gebührend feiern – als wären sie bereits Meister. Lange war es ein ausgeglichenes Duell – ein echtes Topspiel. Am Ende aber machte eine Frau auf dem Feld den Unterschied: Malgorzata Rodziewicz. Die Torhüterin der Gäste brachte Vellmar gerade im zweiten Durchgang an den Rand der Verzweiflung. Sie vereitelte einen Hochkaräter nach dem anderen, legte eine ungeheure Spielintelligenz an den Tag und trug entscheidend dazu bei, dass ihre Mannschaft auch das zweite Aufeinandertreffen gegen Vellmar gewann.

Die Gastgeberinnen starteten konzentriert und wachsam in die Partie. Und vor dem Tor präsentierte sich das Team von Trainerin Rocsana Negovan effizient. Nach neun Minuten führte der TSV 6:3. Das sah doch vielversprechend aus. Der Primus bewies in der Folgezeit aber seine spielerische Klasse, kam zurück und führte nach 20 Minuten mit 11:10. Es blieb ein munteres Hin und Her, ein temporeiches Spiel.

Kein Team setzte sich entscheidend ab. Halbzeitstand: 14:14. Auch nach dem Seitenwechsel bot sich den 150 Zuschauern in der Großsporthalle zunächst ein ähnliches Bild. Mitte der zweiten Hälfte aber lief HSG-Torfrau Rodziewicz zur Hochform auf. Konsequenz: Die Gäste erspielten sich ein Fünf-Tore-Polster (25:20). Negovan trieb ihr Team an, dirigierte es und brachte frische Kräfte. In der Schlussphase war Vellmar wieder dran. Nur noch 28:30. Und was sind schon zwei Tore im Handball? Aber ein Fehlpass von Maxie Hauschild machte jegliche Hoffnungen auf eine weitere Aufholjagd zunichte. Lea Willer nahm das Geschenk an und sorgte für die Entscheidung.

TSV Vellmar: Erbuth, Stern – Homburg 4, Nolte 1, Schmalz 1, Hauschild 9/3, Boland 1, Petrovszki 2/1, Rull 9, Scharff 1, Hertha, Bender, Springer, Deichmann

HSG Hoof/Sand/Wolfhagen: Rodziewicz, Clobes – Lubach 7, von Dalwig 6, Schmalz 3, Willer 7, Engelbrecht 1, Sule 3, Bauch 1/1, Neurath 3/2, Haupt, Ludwig, Frankfurth, Ritter

Von Raphael Wieloch

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.