Landesliga Nord: Waldau zu abgeklärt für die FSG

Inken Niebuhr gelangen fünf Treffer für die FSG Waldhessen: Die reichten aber in der Endabrechnung nicht, um das wichtige Heimspiel zu gewinnen. Foto: Walger

Bebra. Waldhessische Landesliga-Handballerinnen müssen die Überlegenheit ihrer Gäste anerkennen.

Der erhoffte zweite Heimsieg in Folge blieb aus. Die FSG Waldhessen zog am Sonntagnachmittag in Bebra gegen den Tabellensiebten TuSpo Waldau mit 20:26 (12:14) den Kürzeren. Der Kampf um den Klassenerhalt gestaltet sich nun ein ganzes Stück schwieriger.

Entsprechend enttäuscht zeigte sich FSG-Coach Jonggi Pasaribu: „Es war das erwartet schwere Spiel. Aber wir hatten zu Hause recht passable Ergebnisse erzielt. Deswegen hatte ich gehofft, dass wir das irgendwie hinkriegen - trotz des kleinen Kaders.“

Da neben den vielen Langzeitverletzten diesmal auch Selina Sitzmann fehlte, standen Pasaribu lediglich sechs Feldspielerinnen aus dem Landesliga-Kader zur Verfügung. Simone Golkowski-Hedrich von der FSG II sowie die beiden A-Jugendlichen Alina Hollstein und Birte Wassermann halfen aus. Da sich im Laufe der Partie zu allem Überfluss auch noch Anna-Lena Geyer verletzte, waren die personellen Voraussetzungen alles andere als günstig.

Dennoch konnte die gebeutelte FSG das für sie so wichtige Heimspiel zunächst offen gestalten. Beim 9:9 nach 15 Minuten waren die Gastgeberinnen noch voll im Geschäft. Doch fortan bekamen sie immer mehr Probleme mit der erwartet offensiven Gästedeckung: „Waldau hat unsere Halben früh gestört. Dadurch konnten wir keinen Druck aufbauen“, erläuterte Pasaribu. „Wir haben es kaum geschafft, eine Eins-gegen-eins-Situation zu gewinnen und Raum für den Nebenmann zu schaffen.“

Zu Fehlern gezwungen 

So tat sich die FSG im Positionsangriff im weiteren Verlauf äußerst schwer. Sie ließ sich vom Kontrahenten häufig zu einfachen Fehlern zwingen. Somit konnten die Gäste nach dem Seitenwechsel auf 14:18 enteilen. Die Kraftreserven der dezimierten Gastgeberinnen schwanden.

„Ich hatte gehofft, dass die Waldauerinnen eventuell nervös werden, wenn wir das Spiel länger offen gestalten. Doch sie haben es routiniert und abgeklärt runtergespielt“, erkannte Pasaribu die größere Abgezocktheit der Gäste an.

Spätestens als der TuSpo, der selbst nur mit einem kleinen Kader angereist war, beim 17:22 erstmals mit fünf Treffern in Front lag, war die Messe gelesen.

Nun hat die FSG erst einmal zwei Wochen Pause, bevor das Kellerduell in Twistetal ansteht. Pasaribu bleibt kämpferisch: „Wir werden jetzt regenerieren und geben erst auf, wenn rechnerisch nichts mehr möglich ist.“

FSG Waldhessen: Bähr, Weidemann - Eidam (4), Geyer (2), Richter (7/2), Mäusgeier, Wehr (1), Golkowski-Hedrich (1/1), Wassermann, Hollstein, Niebuhr (5)

Von Martin Harbusch

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