FSG Waldhessen löst auch die zweite Pflichtaufgabe

Der Trumpf der FSG Waldhessen in Waldau: Keeperin Bianca Bähr. Foto:s  Walger

Kassel. Nicht schön, aber wichtig: Die FSG-Handballerinnen gewannen das wichtige Kellerderby bei TuSpo Waldau.

Landesligist FSG Waldhessen hat am Samstag einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt getan und sich im Kellerderby bei TuSpo Waldau recht souverän mit 30:27 (17:13) behauptet. Als Stefanie Krestel in der 52. Minute per Siebenmeter auf 27:22 für ihre FSG erhöhte, waren die beiden wichtigen Punkte im Sack.

„Wir hatten jetzt zwei Spiele, die wir unbedingt gewinnen mussten, und wir haben sie gewonnen“, sagte Waldhessen-Spielertrainerin Simone Larsen Poulsen nach diesem typischen Abstiegsduell, in dem spielerische Elemente zu kurz gekommen waren.

„Es war nicht schön. Und wir haben nicht gut gespielt. Aber wir haben gut gekämpft, und wir haben Fehler unseres Gegners provoziert“, ergänzte die Dänin. Gefallen hat ihr die zweite Gegenstoßwelle ihrer Mannschaft. Gerade was Konter angeht, profitiere das Team von der Rückkehr der schnellen Jenny Werner.

Die Waldauerinnen hatten allerdings den besseren Start erwischt und waren in der vierten Minute mit 3:1 in Front gegangen. Stefanie Krestel mit ihrem ersten von fünf verwandelten Strafwürfen und Anette Lusky glichen jedoch innerhalb von exakt 60 Sekunden aus. Das 4:5 von Simone Larsen Poulsen bedeutete dann die erste Führung der Gäste.

Bis zur 20. Minute lagen sie meist mit einem oder zwei Treffern vorne. Nach dem 11:11 (21.) sorgten Inken Niebuhr, Larsen Poulsen und Lusky für den ersten Drei-Tore-Vorsprung (11:14, 24.). Jetzt rollte es für die Waldhessinnen, die ihre Freiräume gegen die 3:2:1-Deckung des Aufsteigers nutzten. Bis zur Pause erhöhten sie noch auf 17:13.

So glatt lief es im zweiten Durchgang nicht weiter. TuSpo Waldau stellte seine Abwehr auf 5:1 um. „Damit haben wir Probleme gehabt, wir mussten uns erst einmal anpassen“, sagte Simone Larsen Poulsen. Nachdem der Gegner von 13:18 auf auf 16:19 herangekommen war (38.), nahm sie eine Auszeit, um ihr Team auf die Veränderung einzustimmen.

Doch es dauerte bis zum 20:20 (43.), ehe die erhoffte Wirkung eintrat. Zweimal Jenny Werner, die ihre ersten Treffer nach ihrer Babypause erzielte, und Anette Lusky stellten auf 20:23. Fortan kamen auch Lusky und Krestel aus dem Rückraum wieder besser zum Zuge. Marina Denk setzte die Distanzschützinnen klug ein.

Ganz wichtig war auch, dass Bianca Bähr, die nach zehn Minuten für die kränkelnde Laura Weidemann gekommen war, sich als großer Rückhalt zeigte. „Sie stand immer genau da, wo sie stehen sollte“, lobte die Trainerin ihre erfahrene Keeperin. Und so war Bähr nicht nur bei Würfen nach Positionsangriffen zur Stelle, sondern auch, wenn eine Gegnerin bei einem Konter frei vor ihr auftauchte. Über 21:25 (48.) setzte sich die FSG bis auf 27:22 (52.) ab. Am Ende betrieben die Waldauerinnen noch ein wenig Ergebniskosmetik.

FSG: Bähr, Weidemann - Niebuhr (5), Denk (1), Werner (2), Lusky (7), Krestel (10/5), Mäusgeier, Drewer (2), Reimuth (1), Larsen Poulsen (2), Hollstein, Rollmann.

Von Thomas Walger

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