Handball-Landesliga

FSG desolat nach Rot

Twistetal. Es war ein in vielerlei Hinsicht bemerkenswertes Spiel zwischen den Landesliga-Handballerinnen der HSG Twistetal und der FSG Waldhessen. Die heimstarken Gastgeberinnen behielten mit 25:18 die Oberhand, zur Pause hatten die Waldhessinnen noch mit 13:10 geführt. „Plan A hat funktioniert, Plan B nicht“, sagte Trainer Jonggi Pasaribu, „das muss ich auch auf meine Kappe nehmen.“

Zunächst zu Plan A: Die Gäste setzten die taktische Marschroute in der ersten Halbzeit gut um. Eine zentrale Rolle spielte dabei ihre Rückraumschützin Stefanie Krestel, der bis zur Pause vier Treffer gelangen. Sie schaffte mit ihren druckvollen Aktionen auch ihren Mitspielerinnen den nötigen Raum zum Abschluss. „Nach 20 Minuten lagen wir 6:8 hinten, weil wir uns vier, fünf technische Fehler geleistet hatten. Das habe ich in einer Auszeit angesprochen“, sagt Jonggi Pasaribu. Fortan lief es noch besser.

Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte Stefanie Krestel sogar auf 14:10. Bei einem Siebenmeter vergab sie die Chance auf das 15:10 (33.). Stattdessen verkürzte Twistetal auf 12:14 (35.). Eine Minute später folgte der Knackpunkt dieser Partie: Stefanie Krestel versuchte einen Konter zu stoppen, beim Wurf kam es zu einem Körperkontakt mit ihrer Gegnerin. Sofort zückte der Schiri Rot. „Sieben von zehn Schiedsrichtern hätten es bei zwei Minuten belasssen“, sagte Jonggi Pasaribu, „aber die Rote Karte kann man geben.“

Verheerende Folgen

Ihre Wirkung war allerdings verheerend. Denn beim Aufsteiger brachen alle Dämme. „Wir dürfen spielerisch nicht so auseinanderfallen. Plan B hat nicht gegriffen“, stellte Jonggi Pasaribu fest. Dabei haben seine Spielerinnen schon häufig bewiesen, dass sie auch Handball spielen können, wenn Steffi Krestel mal auf der Bank verschnauft.

Doch hier gab es nicht mehr die Option ihrer Rückkehr aufs Spielfeld. Außerdem haderten die Waldhessinnnen mehr und mehr mit den Schiedsrichtern, von denen sie sich massiv benachteiligt fühlten - was so eindeutig nicht wahr. Jonggi Pasaribu dazu: „Wir haben im Angriff viermal den Ball verloren, wo es in ähnlichen Szenen in der ersten Hälfte noch Freiwürfe für uns gegeben hätte. Dass es die jetzt nicht mehr gab, lag aber auch daran, dass wir nicht mehr so konsequent in die Nahtstellen gestoßen sind wie zuvor.“ Außerdem habe es nach der Pause noch sechs Siebenmeter und vier Zeitstrafen gegen die Twistetalerinnen gegeben. Doch das konnte die rasante Talfahrt nicht stoppen. In gut einer Viertelstunde wurde aus einer 14:10-Führung (35.) ein 15:22 (52.).

FSG Waldhessen: Bähr, Weidemann - Reimuth, Rollmann (2), Drewer (1), Denk (1), Mäusgeier (4/3), Pippert (1), Braun (2/1), Niebuhr (2), Krestel (5)

Von Thomas Walger

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