FSG Waldhessen trifft auf gut gestarteten Aufstieger

Mehr Treffsicherheit ist dringend nötig: Inken Niebuhr und ihre Kolleginnen von der FSG wissen das. Foto: Walger

Rotenburg. Die nächste Chance auf den zweiten Saisonsieg bietet sich den Landesliga-Handballerinnen der FSG Waldhessen am Samstag.

Um 15.30 Uhr empfangen sie dann in der Rotenburger Großsporthalle Aufsteiger TSV Wollrode. Der war mit fünf Siegen sensationell gut aus den Startlöchern gekommen, hat zuletzt jedoch dreimal als Verlierer das Parkett verlassen.

Gut möglich, dass dabei ein Stück Selbstbewusstsein auf der Strecke geblieben ist. Oder, wie FSG-Trainerin Simone Larsen Poulsen sagt: „Da spielt Verunsicherung gegen Verunsicherung.“ Wobei sie weiß, dass sich ihr Team in der weitaus prekäreren Lage befindet. Nur zu gerne würde sie die Punktestände - 10:6 bei Wollrode, 2:14 bei ihrer FSG - tauschen.

Da das nicht möglich ist, sollten die Waldhessinnen ihr Konto auf sportlichem Weg aufzustocken versuchen. Und vor allem die lustlose Vorstellung in Oberweser vergessen machen. Um das zu schaffen, müssten ihre Spielerinnen die Köpfe wieder frei kriegen, stellt Simone Larsen Poulsen fest. Doch das ist leichter gesagt als getan.

Sie sei als Trainerin neu im Geschäft und müsse auch noch lernen, räumt sie ein. Sie weiß aber wohl, wo der Hebel anzusetzen ist. „Meine jungen Spielerinnen können mit dem Erfolgsdruck nicht gut umgehen.“ sagt sie und weiß doch, dass der solange weiter steigen wird, bis das ersehnte zweite Erfolgserlebnis endlich da ist. Also wird sie versuchen, den Druck vor der Partie rauszunehmen - so gut das eben geht.

Dass ihr Kader klein sein würde, wusste sie schon im Sommer. Dieser Umstand macht sich allerdings nicht nur in den Spielen bemerkbar, sondern gerade im Training. Zielführende Übungseinheiten sind kaum zu machen, wenn aus dem Mini-Aufgebot ein paar Spielerinnen fehlen. Damit umzugehen, fällt dem Ex-Profi aus Dänemark schwerer, als sie erwartet hatte. Ändern lässt sich die Situation auf die Schnelle nicht, denn meistens haben die Abwesenden einen guten Grund für ihr Fernbleiben, sei es Job, Verletzung oder Krankheit.

Bei Gegner Wollrode gibt eine Frau an der Bank die Richtung vor, die früher einmal die Rotenburger Männer trainiert hat: Margret Schmidt. Sie hat ein gutes Team um sich geschart, dass seine Landesliga-Tauglichkeit schon nachgewiesen hat.

Sechs Trümpfe

Die Trümpfe: eine gute Torhüterin (Dominique Sharel Sawyer), eine treffsichere Kreisläuferin (Bianka Bartalos) und die torgefährlchen Laura Klipp, Svenja Lachnit, Fabienne Huy und Helena Vaupel. Doch hin und wieder leistet sich der Aufsteiger auch Schwächephasen. Die muss die FSG nutzen. Dann kann es etwas werden mit dem angestrebten Heimerfolg. „Damit das negative Gefühl wieder aus den Körpern meiner Spielerinnen geht“, sagt Simone Larsen Poulsen.

Von Thomas Walger

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