FSG Waldhessen will ihren Heimvorteil nutzen

Diesmal steht sie im Team des Gegners: Die frühere Rotenburgerin Julia Karges, hier noch im TGR-Trikot, reist mit dem Eschweger TSV an. Foto: Walger

Rotenburg. Ein Sieg scheint Pflicht: Wollen die Landesliga-Handballerinnen der FSG Waldhessen den Kampf um den Klassenerhalt noch erfolgreich gestalten, muss im Kellerduell gegen den Eschweger TSV am Samstag um 15.30 Uhr in der Rotenburger Großsporthalle ein Heimerfolg her.

Wenn das Tabellenschlusslicht fünf Spieltage vor Saisonende auf einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf trifft, geht man im Normalfall von einer großen Drucksituation aus. Doch FSG-Coach Jonggi Pasaribu verneint dies: „Druck verspüren wir nicht unbedingt. Wir haben die letzten Tage viel geredet. Über den gesamten Saisonverlauf, die restlichen Spiele und auch über die kommende Saison. Das waren sehr positive Gespräche.“

Offener Austausch

Auch das Szenario des Wiederabstiegs wurde offen kommuniziert: „Wir haben uns über jegliche Szenarien Gedanken gemacht. Egal, wie es am Ende der Saison ausgeht, im Gros wollen wir so zusammenbleiben. Was aber nicht heißt, dass uns die kommenden Spiele egal sind.“

Seine Marschroute klingt vielmehr kämpferisch, aber dennoch bescheiden: „In den restlichen Spielen wollen wir auf jeden Fall jedem Gegner mit aller Kraft so lange wie möglich Paroli bieten.“ Im Hinspiel zog die FSG klar mit 22:29 den Kürzeren. Wie auswärts nicht selten der Fall, hatten die Pasaribu-Schützlinge einen gebrauchten Tag erwischt. Während die Gäste in der ersten Halbzeit noch mithielten, brachen bei ihnen nach der Pause alle Dämme: „Wir haben einen Gegenstoß nach dem anderen kassiert und die Köpfe immer weiter hängen lassen“, erinnert sich Jonggi Pasaribu. Wie es diesmal laufen muss? „Eigentlich genau das Gegenteil vom Hinspiel.“

Eschwege sei sehr stark von einzelnen Spielerinnen abhängig. Im Rückraum gelte es, vor allem auf Celia Steyer sowie die Ex-Rotenburgerin Julia Karges zu achten. Beide seien sehr erfahrene Spielerinnen mit höherklassiger Erfahrung.

Im Kader der FSG hat sich zu allem Überfluss Marina Weyrauther gegen Vellmar einen Muskelfaserriss in der Schulter zugezogen. Nur mit viel Glück wird sie in dieser Saison noch mal eingreifen können. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz Haupttorschützin Anette Richter, die mit verschiedenen Beschwerden zu kämpfen hat. „Hier müssen wir das Training am Freitag abwarten“, so Pasaribu. Ihr Ausfall würde die Aussicht auf den wichtigen vierten Heimsieg gewiss trüben.

Von Martin Harbusch

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