Landesliga: Siegtreffer fällt ein paar Sekunden vor Abpfiff – Bartalos lobt Neuzugang Janina Friedrich

Weiß lässt Körle/Guxhagen jubeln

Auf und davon: Fritzlars Nadine Frank (Mitte) lässt hier Körle/Guxhagens Carolin Gutheil (links) und Sabrina Weiß stehen. Am Ende gewann Körle das Derby knapp. Foto: Hahn

Schwalm-Eder. Das Landesliga-Derby zwischen der FSG Körle/Guxhagen und der Drittliga-Reserve des SV Germania Fritzlar war an Spannung kaum zu überbieten. Mit einem Schlagwurf Sekunden vor dem Ende sicherte Sabrina Weiß der FSG einen 36:35 (16:15)-Erfolg, nachdem die Domstädterinnen in einem Kraftakt zuvor einen 32:35-Rückstand egalisiert hatten.

SV Germania Fritzlar II - FSG Körle/Guxhagen 35:36 (15:16). „Grundstein für den Sieg war eine geschlossene Mannschaftsleistung“, freute sich FSG-Trainerin Dagmar Hoppe. Bis zum 4:4 (8.) verlief die Partie ausgeglichen, dann nutzte Körle eine Überzahlsituation, um durch Wiebke Hungerland auf 7:4 davonzuziehen. Aufbauend auf einer starken Elena Wicke im Tor, die insgesamt 19 Bälle parierte, setzte sich die FSG weiter ab. Erneut war es Hungerland, die zum 11:6 traf (18.)

„Die Leistung in der Abwehr hat nicht gestimmt. Wir haben keine Aggressivität gezeigt und nicht kommuniziert“, ärgerte sich SVG-Trainerin Viktoria Marquardt. Besser wurde es erst, als Charline Maier für Sarah Oschmann auf die linke Rückraumposition rückte und dort Verantwortung übernahm. Zusammen mit Laura Giese brachte sie die Domstädterinnen zurück ins Spiel. Beim 12:12 (24.) war die Partie wieder offen. „Wir waren spielerisch besser, haben aber in dieser Phase unsere Torchancen nicht genutzt“, erklärte Körles Co-Trainerin Anja Sonneborn.

Auch in der zweiten Hälfte bestimmte Körle trotz einer Manndeckung gegen FSG-Spielmacherin Jana Hoppe das Geschehen und zog angetrieben von Sabrina Weiß und Kreisläuferin Carolin Gutheil, über 21:17 und 25:21 auf 31:27 davon. Wobei die SVG-Torhüterinnen Lea Gürbig und Jennifer Czaja einen höheren Rückstand verhinderten.

Beim 29:31 durch Lorena Lorenz drohte die Partie zu kippen, doch zog die Hoppe-Sieben dank der Klasse von Sabrina Weiß und Sandra Johnson wieder auf 33:30 davon. Und sah beim 35:32 durch Weiß (58.) schon wie der sichere Sieger aus. Mit einem Kraftakt erkämpften sich Giese, Julia-Maria Hoffmann und Stefanie Wessel beim 35:35 zwölf Sekunden vor dem Ende noch den Ausgleich. Aber in einer hektischen Schlussphase gelang Weiß mit einem Schlagwurf von der rechten Rückraumposition Sekunden der Siegtreffer.

Tore SVG: Hoffmann 2, Maier 6, Frank 4, Giese 8, Lorenz 4, Oschmann 7/4, Wessel 3, Lattemann 2.

Tore FSG: Hungerland 4, Stroop 2, Johnson 6, Hoppe 6/1, Geiser 2, Gutheil 5, Weiß 9/2, Kördel 2.

HSG Lohfelden/Vollmarshausen - SV Germania Fritzlar II 18:41 (11:16). Die Drittliga-Reserve erwischte den besseren Start und führte schnell mit 2:0. Bis zum 7:6 war es eine Partie auf Augenhöhe, dann zog Fritzlar über 11:7 und 14:8 bis zur Pause auf 16:11 davon. Auch nach Wiederanpfiff bestimmten die Domstädterinnen die Partie und hatten beim 29:15 Mitte der zweiten Halbzeit die Vorentscheidung geschafft.

„Wir haben diszipliniert gespielt und standen sicher in der Abwehr. Zudem erwischte Lea Gürbig im Tor einen Sahnetag“, erklärte SVG-Trainerin Marquardt.

Tore SVG: Hoffmann 5, Frank 4, Ringleb 1/1, Giese 9, Ahrend 5, Lorenz 9/2, Oschmann 8.

HSG Bad Wildungen/Friedrichsstein/Bergheim - TSV Wollrode 30:22 (18:9). In der ersten Halbzeit leisteten sich die Blau-Weißen im Angriff zu viele Ballverluste, die Bad Wildungen per Tempogegenstoß bestrafte und sich so zur Pause bereits eine klare Führung erspielte. „In der zweiten Halbzeit haben wir in Abwehr und Angriff eine super Leistung gezeigt. Es war eine positive Entwicklung erkennbar“, lobte TSV-Coach Zoltan Bartalos.

Ein Sonderlob hatte der Ungar für Neuzugang Janina Friedrich (kam von der SG 09 Kirchhof II) übrig: „Sie hat einen guten Eindruck hinterlassen und der Mannschaft in Abwehr und Angriff geholfen.“ Allerdings zog sich TSV-Torjägerin Lena Fehr erneut einen Nasenbeinbruch zu.

Tore TSV: Klipp 6/2, Pietsch 1, Siemon 1, Fehr 3/2, Lachnit 3, Vaupel 1, Friedrich 3, Haupt 4.

Von Marcel Glaser

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