Frauenhandball: Nach einer nahezu perfekten ersten Halbzeit baut die HSG den Gegner Fritzlar auf

Wesertal verspielt 16:10-Führung

Erfolgreiche Werferin: Katharina Kranz war vor allem in der ersten Halbzeit erfolgreich, als ihre erste vier Würfe aufs Fritzlarer Tor llesamt trafen. Archiv-Foto: zlö

Fritzlar. Die erste Halbzeit war top, die zweite Halbzeit war ein Flop – so kann das Spiel des Frauenhandball-Landesligisten HSG Wesertal beim SV Germania Fritzlar beschrieben werden. Wie bereits in der vergangenen Spielzeit lag die HSG zur Pause mit sechs Toren in Führung und musste sich am Ende mit 28:30 (16:10) geschlagen geben.

Für HSG-Trainer Detlef Schröer war diese Niederlage nach der so überlegenen ersten Halbzeit dabei unerklärlich: „Wir haben eine nahezu perfekte erste Halbzeit gespielt und den Gegner fest im Griff gehabt, aber nach der Pause den Gegner völlig unnötig aufgebaut.“

In der Tat hatte es nach der ersten Halbzeit nicht nach einer Niederlage ausgesehen, denn bei den Gästen lief es richtig rund. Die Abwehr stand sicher und dahinter zeigte sich Torhüterin Christin Lange gut aufgelegt. Vorne wurden die Angriffe gut herausgespielt und meistens sicher abgeschlossen. Dabei tat sich besonders Linksaußen Katharina Kranz hervor, die ihre ersten vier Würfe alle verwandeln konnte. So zogen die Gäste Schritt für Schritt bis auf 15:9 davon.

Unkonzentriert

Erst in den letzten fünf Minuten schlichen sich leichte Unkonzentriertheiten ein, so dass es beim Pausenvorsprung von sechs Toren blieb. Das Ziel, auch die zweite Halbzeit so konzentriert anzugehen, um Fritzlar gar nicht erst das Gefühl zu geben, noch eine Chance zu haben, ging jedoch total daneben.

Nach einem fahrigen Beginn verkürzten die Gastgeberinnen gleich auf 13:16. Gegen die nun nervös und fehlerhaft spielenden Wesertalerinnen kam die Drittligareserve bereits in der 39. Minute auf ein Tor heran und konnte neun Minuten vor dem Ende erstmals mit 23:22 in Führung gehen.

Am Ende haderten die Gäste zwar noch mit der einen oder anderen Schiedsrichterentscheidung, doch wollte Schröer dies nicht als Ausrede sehen: „An der Niederlage sind wir selbst schuld, weil wir aus unerklärlichen Gründen das Spiel nach der Pause noch aus der Hand gegeben haben.“

Wesertal: Lange, Henze – I. Riedel, Borchert (2), Leibecke (7/1), T. Riedel (3), Herbold, A. Riedel (6), Köster (1), ter Fehr, Kranz (7), Keßeler, Mießen (2).

Spielverlauf: 2:4 (5.), 5:8 (10.), 7:12 (22.), 9:15 (25.), 13:16, 17:18 (39.), 23:22 (51.), 30:28 (60.). (zmw)

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