Frauenhandball: Landesligist ist nach 33:31-Heimsieg über Körle/Guxhagen wieder Dritter

Wesertal zeigt eine großartige Moral

Überzeugendes Spiel: Thekla Riedel zeigte gegen Körle/Guxhagen ein gute Leistung und traf siebenmal. Foto: Löschner

Oedelsheim. In seinem letzten Heimspiel des Jahres zeigte sich der Frauenhandball-Landesligist HSG Wesertal wieder von seiner besten Seite und konnte das Verfolgerduell gegen den starken Aufsteiger FSG Körle/Guxhagen mit 33:31 (19:16) für sich entscheiden. Damit verbesserten sich die HSG wieder auf den dritten Platz.

Für HSG-Trainer Detlef Schröer war dieser Sieg besonders hoch zu bewerten, zumal ihm drei wichtige Rückraumspielerinnen fehlten: „Das war heute eine tolle Mannschaftsleistung, bei der unsere beiden Rückraumspielerinnen Thekla Riedel und Joana Leibecke ein Topspiel gezeigt haben.“

Den besseren Start erwischten jedoch die Gäste, die sich nach einem 3:3 auf 6:3 und 8:4 absetzen konnten. In dieser Phase fanden die Gastgeberinnen kein Mittel gegen die Gästespielmacherin Jana Hoppe und die rechte Rückraumspielerin Sabrina Weis. Bis zum 11:7 konnte die FSG diesen Vorsprung halten, ehe sich die HSG danach ins Spiel kämpfte. „Wichtig war, dass wir uns nicht verrückt gemacht haben. Mit der kurzen Deckung gegen Hoppe und einer sehr gut haltenden Christin Lange sind wir ins Spiel zurückgekommen“, sah Schröer die verbesserte Defensivarbeit als einen Faktor, warum die HSG danach im Spiel blieb und mit sieben Toren in Folge in den letzten sechs Minuten eine 19:16-Pausenführung herauswarf. Die 19 Tore zur Halbzeit waren aber auch ein Beleg für den sehr starken HSG-Rückraum und Schwächen der Gäste in der Defensive.

Auch in die zweite Halbzeit startete Wesertal etwas zäh und musste nach fünf Minuten den 21:21-Ausgleich hinnehmen. Davon ließen sich die Gastgeberinnen aber nicht verunsichern, sondern konnten immer wieder nachlegen. Auch einige nicht geahndete Stürmerfouls der Gäste oder eine harte Attacke am Kreis gegen Thekla Riedel, die zwar mit Siebenmeter, aber nicht mit einer Hinausstellung belegt wurde, führte zu keinem Bruch im Spiel der HSG.

So setzten sich die Gastgeberinnen wieder auf 28:24 ab.

Die Gäste blieben aber weiter im Spiel, auch wenn Lange zwei Siebenmeter von Hoppe und Weis abwehren konnte. So brachte die insgesamt recht gut abgeschirmte Weis ihre Mannschaft acht Minuten vor Schluss wieder auf ein Tor heran. Fünf Minuten vor dem Ende schaffte Körle/Guxhagen mit zwei Treffern vom Kreis den Ausgleich zum 31:31.

Mit viel Kampfgeist hielt die HSG aber weiter dagegen. Vielleicht war es auch ein Vorteil, dass die nur mit acht Feldspielerinnen angetretenenen Gäste ausrechenbar waren. So erzielte Tessa Herbold vom Kreis die erneute 32:31-Führung. Der danach verworfene Siebenmeter von Leibecke blieb ohne Folgen, weil die HSG hinten nichts mehr zuließ.

Nach einer Auszeit eineinhalb Minuten vor Schluss, sorgte erneut Thekla Riedel mit einer starken Einzelleistung den Schlusspunkt zum knappen, aber verdienten HSG-Sieg. „Wir wussten, dass Körle/Guxhagen viele Tore werfen, aber in der Regel auch viele Tore kassieren wird. Das haben wir heute gut genutzt“, zollte Schröer seiner Manschaft ein dickes Lob für ihre Offensiv- und Defensivleistung.

Wesertal: Lange (13.-60.), Henze (1.-13.) - I. Riedel (3), Borchert (2), Leibecke (12/4), T. Riedel (7), Herbold (2), ter Fehr (2), Köster, Keßeler (2), Kranz (2), Mießen (1), Martin.

Körle/Guxhagen: Wicke, Behrmann - Geiser, Johnson (5), Hoppe (9/5), Gutheil (4), Hungerland (1), Kördel (4/1), Weis (8/2), Rotolo.

Spielverlauf: 3:3 (5.), 3:6 (7.), 7:11 (13.), 12:16 (24.), 19:16 (30.), 21:18 (33.), 21:21 (35.), 25:22 (39.), 28:24 (42.), 30:27 (51.), 31:31 (55.), 33:31 (59.).

Von Michael wepler

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